Das weißgetünchte Pfarrhaus fehlt im Kirchenensemble von Marienweiher. Es war marode, die Sanierungskosten enorm - deshalb ist es nun abgerissen worden. Aus diesem Anlass lohnt sich ein Blick zurück: Die Pfarrei Marienweiher wurde 1189 gegründet und durfte 1989 mit einem Fest ihr 800-jähriges Bestehen feiern. Das erste Pfarrhaus, ein langes Haus, wurde in den Jahren 1608 bis 1612 erbaut. 1846 ist es restauriert worden. Es stand in unmittelbarer Nähe des Turmes der Marienwallfahrtskirche und war durch die Kirche vom Kloster und dem Klostergarten getrennt.


1899 erbaut

1899 wurde an der Stelle das jetzt marode Pfarrhaus erbaut, das aufgrund seiner Bauschäden nun dem Abbruchbagger zum Opfer gefallen ist. Die Firma Fickenscher aus Sparneck hat das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.
Stehen geblieben ist nur der Sockel, um die freiwerdende Fläche am Fuße des Glockenturmes der Marienbasilika zukünftig für Veranstaltungen wie beispielsweise die Klosterspitzen nutzen zu können.
Fußläufig ist das Areal vom Kirchplatz zu erreichen sowie der Kirchenrückseite, wo sich die Pforte der Barmherzigkeit befindet. In einem Gespräch im Frühjahr dieses Jahres hatte Pfarrer Pater Alard mit Blick auf den Bauzustand die Zukunft des weißgekalkten Gebäudes rechts vom Turm der heutigen Päpstlichen Basilika schon massiv infrage gestellt.


Generalsanierung lohnt nicht

Gespräche über den Weiterbestand des Gebäudes waren zuvor auch mit dem Erzbistum Bamberg geführt worden, doch die zukünftige ganzjährige Nutzung stand nicht in Aussicht, wodurch allen klar wurde, dass sich eine notwendige teure Generalsanierung nicht rechnet. Schweren Herzens traf der Pfarrgemeinderat letztendlich die Entscheidung, den Abriss in die Wege zu leiten, deren Kosten sich auf fünftstelligen Betrag belaufen.