Für die NPD-Gegner kam die erneute Ankündigung einer Veranstaltung in Schwarzach nicht überraschend. Die rechtsextreme Partei sei ja nicht zum ersten Mal in dem Mainleuser Ortsteil. "Wir sind vorbereitet, haben uns in Foren und bei Veranstaltungen in Würzburg und Wunsiedel über unsere Rechte informiert, was wir dagegen unternehmen dürfen", erklärte gestern Klaus Knorr gegenüber der BR. Knorr kämpft im Bündnis "Schwarzach ist bunt" gegen die NPD-Veranstaltungen in seiner Heimat.

Der DGB und das Bündnis "Kunterbunt" werden am Montag eine Gegendemonstration für 15. Juni anmelden, kündigte Knorr an. Und man will den rechten Sympathisanten nicht aus dem Weg gehen. "Wir dürfen in Hör- und Sichtweite der NPD-Veranstaltung demonstrieren. Davon werden wir uns nicht abhalten lassen", hat sich Knorr über die rechtliche Situation informiert. Bisher habe man eine räumliche Distanz gewahrt.
"Jetzt geht es ans Gelände."

Unterstützung von anderen Bündnissen gegen rechts ist ihm gewiss: Man stehe mit Mitstreitern aus Coburg, Bamberg, Hof und Wunsiedel in Kontakt, die derzeit über die Vorgänge in Schwarzach informiert würden. Für Knorr ist ein friedlicher Protest wichtig. "Aber wir wollen nicht überhört werden."

Klaus Knorr hofft zudem auf Unterstützung aus dem Landratsamt und verweist da auf den Landkreis Coburg. Denn dort hätten zufällig Erdarbeiten an einer Straße stattgefunden, die am Gelände vorbei führte, auf dem die NPD ihren Bundesparteitag abhalten wollte. "Vielleicht lässt sich das Kulmbacher Landratsamt davon ja inspirieren", hofft Knorr.

Auch sei an die Gemeinde Mainleus ein Eilantrag gestellt worden. Darin werde der Gemeinderat aufgefordert, sich am Montag in seiner Sitzung zu entscheiden, ob er für oder gegen die NPD-Veranstaltung ist. "Eigentlich muss sich der Rat aufstellen und sagen, dass da unten nichts geht", steht für Knorr fest.

Dass der Antrag auf Unterstützung durch die Gemeinde gar nicht notwendig gewesen wäre, beteuert Bürgermeister Dieter Adam (FW). "Es ist selbstverständlich, dass wir das machen", betonte er. Derzeit werde geprüft, ob man die NPD-Veranstaltung untersagen kann. "Irgendwo nervt das ganze Zeug", sagte er mit Blick auf die Treffen der NPD in dem kleinen Gemeindeteil.