Gleich zwei Einsätze mussten die Feuerwehren des Landkreises Kulmbach in der Nacht zum Tag der Deutschen Einheit meistern. Erst geriet ein Misthaufen, direkt neben dem Reitstall in Altseidenhof in Brand, am frühen Morgen stand Kompostiergut in Altenreuth in Flammen.

"Wir mussten Nachalarmieren", erklärte Einsatzleiter Michael Weich. Alarmiert wurde ein Einsatz der Kategorie B 4. Denn Funken flogen in Richtung einer benachbarten Scheune. "Wir hatten aber Glück, dass der Wind drehte", erklärte der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis, Yves Wächter, vor Ort.

Feuerwehren aus Kulmbach, Mainleus, Lehenthal, Veitlahm, Schwarzach, Rothwind, Höferänger, Wernstein, Schmeilsdorf und der Löschzug Kulmbach waren mit insgesamt 70 Einsatzkräften vor Ort.

Ein Radlader zog das brennende und oberflächlich bereits abgelöschte Kompostiergut auseinander. Die Feuerwehren waren stundenlang beschäftigt, um dem Feuer endgültig zu löschen.

Die Ursache für die Entzündung ist bislang unklar. Es könnte sich um Selbstentzündung handeln. Denn durch die wochenlange Hitze und den anschließenden Regen entwickelt sich im Inneren des Kompostiergutes Wärme. Möglicherweise hat sich die Lage bis zur Eskalation zugespitzt.

Die Feuerwehren des Landkreises Kulmbach hatten in der Nacht zum Tag der Deutschen Einheit alle Hände voll zu tun. Um kurz nach Mitternacht war in Altseidenhof bereit ein Misthaufen neben dem Reitstall in Brand geraten. Die Feuerwehr hatte den Brand allerdings schnell unter Kontrolle bringen können und konnte so ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindern.