Es war ein großartiger Nachmittag auf der Naturbühne. 17 Ensembles beteiligten sich am Chorfestival des Sängerkreises Bayreuth-Hof-Kulmbach-Wunsiedel. Zur Bereicherung trugen ferner die Patersberger Alphornbläser aus Veitlahm bei.
Kreischorleiter Heiner Beyer hatte das Festival perfekt organisiert. Nachdem man die eigentliche Premiere vor zwei Jahren beim Altstadtfest in Kulmbach wegen der Hitze absagen musste, hatte man heuer Glück mit dem Wetter. Erst beim letzten Programmpunkt fielen die ersten Regentropfen.
Heiner Beyer war mit den Leistungen aller Chöre zufrieden: "Es hat so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte."
Das Festival begannen alle Chöre mit dem gemeinsamen Lied "Der Freundschaft Band". Den ersten Höhepunkt setzte Heiner Beyer mit der Chorgemeinschaft aus seinem Gesangverein Untersteinach, dem gemischten Chor Hof-Moschendorf und dem Gesangverein Streitau mit "Va, pensioro". Es ist ein grandioses Chorwerk, das der Gefangenenchor in der Verdi-Oper "Nabucco" berühmt gemacht hat.


Bunter Melodienstrauß

Danach genossen die Zuschauer einen bunten Strauß wunderbarer Melodien, von altbekannten Volksliedern bis hin zum modernen Stücken von Hubert von Goisern ("Weit, weit weg") oder Peter Mafffay ("Ich wollte nie erwachsen sein").
Mit dabei waren auch die Concorden aus Grafengehaig, die mit den Gesangvereinen Weiher-Mangersreuth, Feuln-Waizendorf und Untersteinach unter der Leitung von Harald Dietzel einen starken Männerchor bildeten.


"Ein würdiges Konzert"

Die Chorfreunde "Sang & Klang" aus Wölbersbach und der Gesangverein Förbau wagten sich an das mehrstimmige Lied "Dieser Weg" von Xavier Naidoo, die beiden Bayreuther Chöre Meyernberg und Concordia gefielen mit dem Chorsatz "Sind wir nicht alles Sonntagskinder?"
Robert Eller setzte mit seinem Chor und seiner Leidenschaft einen weiteren Höhepunkt, ebenso der Gesangverein Streitau mit "Zigeunerleben" und "Bavarian Suite". Zu erwähnen sind noch die Chöre aus Lippertsgrün, Weiher-Mangerseuth mit der jungen Maria-Kristin Foit am Keyboard, Lindau-Feuln-Waizendorf, Melkendorf und 1833 Kulmbach, die Singgemeinschaften Heinersreuth-Ködnitz und Thurnau-Kasendorf sowie Himmelkron und Regnitzlosau.
Kreisvorsitzender Professor Klaus Hoffmann zog ein kurzes Fazit: "Es waren viele gute Chöre dabei. Es war einfach ein würdiges Konzert. Kleinere Chöre tun sich auf der Naturbühne natürlich schwerer, weil sie gar nicht so durchdringen können wie die großen."
Bewundernwert auch, dass junge Frauen und Männer in der Chorleitung nachrücken, aber, wie Kreischorleiter Heiner Beyer abschließend feststellte: "Leider nur wenige Sängerinnen und Sänger."