Michael Ströhlein packt gerne mit an. Der 28-Jährige hat einen Sohn im Kindergarten in Fölschnitz und war selbst als junger Bursche in der Einrichtung untergebracht. Da ist es für ihn selbstverständlich, bei der Umgestaltung der Räume mitzuhelfen. Auch - oder gerade - weil er Urlaub und damit Zeit hat.

Ein Raum in nur neun Tagen fertig

Es gibt viel zu tun: Sägen, hobeln, schleifen ... "Ich mache alles, was anfällt", erklärt Ströhlein, der zur Motorsäge greift und die Späne vor dem Kindergarten nur so fliegen lässt. So wie Ströhlein, der auch Kassier im Elternbeirat ist, gibt es viele helfende Hände in Fölschnitz. Das freut Kindergartenleiterin Brigitte Sintenis-Herr. Eltern, Großeltern und sogar die Eltern von künftigen Kindergartenkindern packen mit an.

Zwei Räume werden umgestaltet, der erste ist schon fertig.
"In nur neun Tagen", sagt Sintenis-Herr nicht ohne Stolz und verweist darauf, dass die Planungen erst im Juli vergangenen Jahres präsentiert wurden.

Viele Spenden

Spenden kamen von vielen Seiten, unter anderem von der Adalbert-Raps-Stiftung und dem Lions-Club für ein Kinder-Café. Sogar bei einem Aktionstag der Autobahnmeisterei in Trockau wurde gesammelt.

Unter Anleitung von zwei Fachkräften der Schreinerei "Holz und Hobel" packen die Helfer an. "Je mehr mitmachen, desto günstiger kommt uns die Sache", freut sich Sintenis-Herr über jeden Mann und jede Frau auf der Baustelle. Auch die 50 Kinder kommen regelmäßig vorbei. "Zur Baustellenaufsicht", schmunzelt die Leiterin.

Einzug am 26. Februar

Da muss ja alles klappen. Wenn es so gut weiter geht, dann wird nächste Woche schon der zweite Raum fertig sein, der wieder anders gestaltet ist als der erste, berichtet die Kindergartenleiterin weiter. Am 26. Februar können die Kleinen dann wohl schon einziehen.

Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde Untersteinach, der das Gebäude gehört, und der Trägerin der Einrichtung, der "Kita gGmbH", seien ganz begeistert von dem Projekt, betont Brigitte Sintenis-Herr. Insgesamt 50 000 Euro werden fällig, "Wenn wir schnell und tüchtig sind, schaffen wir es vielleicht auch noch, die Garderobe zu sanieren", hofft sie.

Doch was sagen eigentlich die, für die der Kindergarten umgestaltet wird? Der kleine Kiyan Kremer findet das neue Zimmer schöner, "weil der alte Raum zu dunkel war. Da konnte man nicht gut spielen". Besonders gut gefällt dem Buben die Bauecke.

Und Emma Renard haben es die Klettermöglichkeiten angetan. "Das ist klasse, weil man nirgendwo runterfallen kann."