Ja, ich geb's zu: Ich bin ein Kuriositäten-Junkie! Absurde Hobbys, seltsame Speisen, unglaubliche Rekorde, abstruse Ideen aller Art haben meist eine anziehende Wirkung auf mich. Und wenn sie nur dazu dienen, mich mal wieder so richtig kaputtzulachen darüber, was es alles gibt im fantastischen Zoo der Menschen und Tiere.

Lachen ist ja nachweislich extrem gesund. Im Gegensatz zu vielen anderen gesunden Sachen, ist es nicht mal anstrengend. Und Anlässe gibt es genug. Schauen Sie sich nur mal um!

Da wären zum Beispiel die kreativen Vornamen, die für Außenstehende allerdings eindeutig lustiger sind als für das arme Kind, dessen Eltern auf Ideen von einzigartiger Befremdlichkeit kommen. Warum will jemand seinen Sohn Dee-Jay oder Waterloo und die Tochter Blaubeere oder Popo nennen - alles von deutschen Standesämtern genehmigt! Hoffentlich haben diese Menschenkinder genug Selbstbewusstsein in ihren Genen, um diese Bürde tragen zu können.

Ich darf mein Kind auch Solarfried nennen, erst bei Atomfried hört aus Sicht der Standesbeamten der Spaß dann doch auf. Abgelehnt wurden auch schon die Vornamen Steißbein, Schnucki, Rumpelstilzchen und - kein Scherz - Bierstübl.

Bei sowas bleibt mir dann auch als Kuriositäten-Fan das Lachen im Hals stecken. Liebe Eltern, die ihr ernsthaft solche Vornamen beantragt: Könnt ihr eure Kinder nicht leiden? Da kann ich doch nachträglich froh und dankbar sein, dass Gott meinen Eltern Verstand gegeben hat und sie mir einen Namen geschenkt haben, der mich nicht lebenslang zur Witzfigur macht.