Gumpersdorf beziehe sein Wasser seit wenigen Tagen von der Rodacher Gruppe. Der zweite Bauabschnitt der Hochwasserfreilegung sei ebenfalls fertiggestellt. Erfreut zeigte sich Schmiechen über die Sanierung der Hummendorfer Brücke. Aktuell werde der Kindergarten um Krippenplätze erweitert.
Aufzüge lassen auf sich warten
Allerdings hatte der Bürgermeister auch eine wenig erfreuliche Mitteilung. So lasse der Bau der Aufzüge am Bahnhof auf sich warten. "Wir haben die Mitteilung bekommen, dass es baurechtliche Probleme gibt."
Auch die Wasserversorgung war ein Thema. Volker Schmiechen ging noch einmal auf den im April gefassten Gemeinderatsbeschluss ein, dass die Hochzone künftig von der FWO versorgt werden soll. Außerdem sei der Bau einer neuen Verbundleitung von Hummendorf nach Untersteinach vorgesehen. Derzeit würden die Unterlagen für den Förderantrag zusammengestellt. Schmiechen betonte noch einmal, dass der Hochbehälter Kernshölzle außer Kraft gesetzt wird. Die Tiefzonen würden künftig mit Wasser des Brunnens Pressecklein versorgt.
Viele Fragen
Diese Aussagen reichten einigen Bürgern nicht. Helmut Bergmann (WGU) hatte einen Fragenkatalog vorbereitet. Er wollte wissen, ob das Ingenieurbüro ein Fachgutachten erstellt hat, wie hoch die Verbesserungsbeiträge sein werden und wie sich der Wasserpreis entwickeln wird. "Wenn ich jetzt eine Zahl sagen würde, wäre das so, als ob ich in die Glaskugel schauen würde. Wir haben noch nicht einmal die Ausschreibung", sagte der Bürgermeister.
Dies hinderte Bergmann nicht daran, aus alten Sitzungsunterlagen zu zitieren und früher getroffene Entscheidung in Frage zu stellen und heftig zu kritisieren. "Ich bitte, sensibel mit dem Thema Wasser umzugehen, um die Fehler der Vergangenheit nicht noch mal zu machen", sagte Gemeinderat Markus Weigel (WGU).
Bernhard Herrmann hatte im Vorfeld 23 Fragen und Anträge schriftlich an die Verwaltung gesandt. Viele davon hatte er schon unzählige Male öffentlich vorgetragen, auch bei früheren Bürgerversammlungen. Schmiechen verlas die Fragen und ging kurz auf die Sachverhalte ein. Zu einem Disput kam es trotzdem, als Herrmann darauf pochte, die Antworten zu kommentieren.
"Da bin ich ja froh, dass ich der Verwaltung die Fragen nicht schriftlich mitgeteilt habe, sonst würde ich auch so abgebügelt werden", sagte Tobias Eichner. Er forderte eine regelmäßige Säuberung der Buswartehäuschen, eine Reparatur von Asphaltrissen auf den Radwegen und eine Instandsetzung des Projektors im Gemeindesaal. Dieser gebe die Farben verfälscht wieder, monierte er.
Als Bernhard Herrmann erneut das Wort ergriff und weit ausholte, verließen etliche Untersteinacher den Saal.