Na, was habe ich eben in der Stadt gegessen? Fragte ich vor einiger Zeit grinsend meine Arbeitskollegen, als ich aus der Mittagspause in die Redaktion zurückkehrte. Es ist zumindest schon so lange her, dass man noch - ohne ins Schwitzen zu kommen - Pullover tragen konnte. Und auf eben jenem prangten zwei riesige Flecken. Immerhin war der Pulli beige und harmonierte perfekt mit den neu und unfreiwillig erworbenen Applikationen in sattem senfgelb. Es war mal wieder der Klassiker gewesen: Die Bratwurst landete in meinem Magen, die feine Würze dazu auf meinem Oberteil.

Daran musste ich denken, als ich mir gestern Mittag mal wieder ein Paar Bratwürste in der Innenstadt holte und doch tatsächlich erneut beige trug (diesmal aber ein luftiges Sommerkleid). Vor allem aber empfand ich eine Mischung aus aufrichtigem Mitleid und echter Bewunderung für die Damen in den Bratwurstbuden, die bei dieser Gluthitze auch noch hinterm heißen Grill stehen müssen, um unsere lokale Köstlichkeit zu brutzeln. Hut ab und ein dickes Dankeschön! Dafür haben sie alle meinen größten Respekt.

39 Grad Celsius zeigte die digitale Temperaturanzeige der VR-Bank am Holzmarkt an. Höchste Zeit, wieder in die dank Klimaanlage tiefgekühlte Redaktion zurückzukehren. Diesmal kam ich übrigens Senf-unfallfrei dort an.