Auch viele Kulmbacher Club-Fans jubeln. Doch nicht etwa, weil die Zweitliga-Kicker sie auf dem Platz begeistern würden. Nein, es ist der Stadion-Name, der die Clubberer in Verzückung versetzt. Das Nürnberger Stadion trägt nämlich künftig den Namen ihres Idols Max Marlock, jenes Mannes, der 1954 Weltmeister geworden ist.


Die wahre Liebe

Seit 2011 haben Ultras dafür gekämpft. Ein neuer Sponsor, die Consorsbank, hat die Namensumbenennung jetzt möglich gemacht. Mit einer Crowdfunding-Kampagne, die unter dem Motto "Max gemeinsam" stand. Was Crowdfunding bedeutet: Fans haben die stolze Summe von 333 000 Euro beigesteuert, um das Projekt, das mit Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro veranschlagt ist, zu verwirklichen. Dass da auch weniger betuchte Anhänger teils Hunderte von Euros zugeschossen und dafür sogar den Sommerurlaub 2017 haben sausen lassen, spricht für deren grenzenlose Rot-Weiße Liebe.


Ob Spieler Geld beigesteuert haben?

Eine Liebe, die wohl viel tiefer geht als die, die viele Club-Spieler verspüren. Dass die Zweitliga-Kicker, die teils mehrere Hunderttausend Euro verdienen, ihr Schärflein zum Max-Morlock-Stadion beigetragen haben, das bezweifle ich . Ihr letztes Hemd würden wohl nur die allerwenigsten für den FCN hergeben. Hut ab vor allen leidenschaftlichen Club-Fans, denen ich nun eines wünsche: Dass die Mannschaft ihren Einsatz honoriert und sie in der neuen Saison im Max-Morlock-Stadion jubeln lässt.