Bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen zeigten die Mitglieder der Sängergruppe Mainleus, dass Chorgesang auch in der heutigen Zeit noch begeistern kann. Eröffnet wurde das Konzert mit den Alphornbläsern.
Der Gruppenchor unter der Leitung von Ulrike Brandl begrüßte die zahlreichen Zuhörer musikalisch mit dem Lied "Seid gegrüßt, ihr lieben Gäste". Und dann präsentierten sich die einzelnen Chöre. Der Gesangverein Rothwind-Fassoldshof, der von Alexander Thern dirigiert wird, gab drei außergewöhnliche Lieder zum Besten: Hubert von Goiserns legendäres "Heast es net", "When I get older" von Paul McCartney und John Lennon und die Ballade vom Löwenzahn, einen leisen Song mit ungewöhnlichem Text.
Der Frauenchor aus Willmersreuth erinnerte an die großen Schlagerlegenden Catherina Valente und Freddy Quinn. Denn die Damen sangen das Belafonte-Lied "Island in the sun" in der deutschen Version. Und mit "Wo meine Sonne scheint" feierten die Schlagerlegenden in den Siebzigern schon Riesen-Erfolge. Außerdem hat Luitgard Jonak das klassische Chorlied "Die Welt erstrahlt in neuem Licht" nach einem Satz von Manfred Bühler ausgesucht.
Alexander Lauterbach steuerte mit der Chorgemeinschaft Döllnitz-Proß "Glocken der Heimat", "Sonntag ist's" und "Kein schöner Land" zur Abendserenade bei. Und der Gesangverein Schwarzach-Schmeilsdorf sang von wahrer Freundschaft und stimmte das Lied "Abend wird es wieder" an.
Eine überzeugende Leistung präsentierte der Männerchor des Gesangvereins Liederhort Willmersreuth. Die Männer gaben "Heimweh", "Fein sein, beinander bleib'n" und "Heute hier, morgen dort" zum Besten. Ein äußerst harmonisches Gesangsbild lieferten die Gesangvereine Spinnerei Mainleus und Kirchleus unter der Regie von Wolfgang Gebert. Gebert hatte mit seinen Chören den "Abendsegen", "Neigen sich die Stunden" und das Lied "Ich danke dir für diese Stunden/Wenn der Mond am Himmel steht" nach einem selbst geschriebenen Satz einstudiert.
Der heimische Gesangsverein Veitlahm präsentierte beim großen Chorkonzert im Schlosshof Reinhard Meys "Über den Wolken". Außerdem wagte sich Ulrike Brandl an den legendären Gefangenenchor aus Verdis Oper "Nabucco". Fiona Friedrich bereicherte das Konzert mit Klavierklängen.
Mit dem Kanon "Oh, wie wohl ist mir am Abend" klang die abendliche Stunde des Chorgesanges schließlich aus.