Mainleus hat einen Lebensmittel-Discounter weniger: Aldi Süd hat seine Filiale in der Straße Tiefe Äcker geschlossen. Grund ist die Eröffnung einer zweiten Filiale in Kulmbach an der Kreuzung Lichtenfelser Straße 47/Am Kreuzstein 19 - und damit nur rund vier Kilometer entfernt vom alten Platz in Mainleus.

"Schade für den Lebensmittelstandort Mainleus", kommentiert Bürgermeister Robert Bosch (CSU) die Entscheidung des Konzerns, die Gemeinde zu verlassen. Doch Bosch hofft, den Weggang kompensieren zu können und einen Lebensmittelmarkt in der Ortsmitte anzusiedeln. Im Auge hat er dafür das ehemalige Spinnerei-Gelände.

Dass es gelingen kann, Ersatz für einen verlorenen Einkaufsmarkt zu bekommen, zeige die Kompensation des Edeka-Verlusts durch den Diska-Markt. "Die Branche ist hier in Bewegung", so die Beobachtung des Bürgermeisters.

Was ihn aber besonders freut, ist die Tatsache, dass bereits eine Nachfolgenutzung für den verlassenen Aldi in Aussicht ist. So liegt dem Markt Mainleus ein Bauantrag vor, in dem für das Gebäude eine Nutzung als Sonderpreisbaumarkt beantragt wird. Der Gemeinderat wird in der Januarsitzung darüber beraten. "Das ist ein Angebot, das es so in Mainleus noch nicht gegeben hat", so Bosch.

Ein großes Ziel wäre es für den Bürgermeister aber, einen Vollsortimenter in den Markt zu holen. Hier gebe es aber Bedenken, da die benachbarten Märkte in Burgkunstadt und Kulmbach die Kaufkraft abziehen würden.

Um die Versorgung brauchen sich die Mainleuser aber trotz des Aldi-Abzugs keine Sorgen zu machen. Neben Diska sind noch die Discounter Netto und Lidl vor Ort.

Dass Aldi die Mainleuser Filiale schließt, war lange Zeit nicht sicher. Noch im Sommer hatte ein Unternehmenssprecher erklärt, dass die Entscheidung noch nicht gefallen ist. Doch sollten im Falle eines Falles sämtliche Mitarbeiter in die neue Filiale mit umziehen können. Für eine aktuelle Stellungnahme war Aldi nicht zu erreichen.