Eine gute Nachricht hatten Architekt Harald Schramm und Bürgermeister Franz Uome am Montag beim Steinbacher Bürgergespräch im Ponyhof Weidner parat. Der Bauantrag für das Dorfgemeinschaftshaus samt Feuerwehr-Stellplatz kann wohl im Januar eingereicht werden. Wenn alles gut geht, könnten die Arbeiten dann im März beginnen.

Problematisch sei noch die Gründung. Bei einem Termin mit Ortssprecher Hans Pezold und den weiteren Helfern sollen demnächst die offenen Fragen geklärt werden. Auch welche Eigenleistungen möglich sind, sollte dann geklärt werden.

Maria Brendel fragte nach, was mit der alten Mülldeponie Marienweiher passiere. VG-Geschäftsstellenleiter Michael Laaber erläuterte, dass die Ausschreibung der Sanierungsplanung abgewartet werden müsse, dann könnten die Arbeiten losgehen. Er gab auch bekannt, dass die Straße nach Filshof im Rahmen des Kernwegenetz-Programms hergerichtet werden soll.


Messung am falschen Platz?


Oswald Knarr bemängelte, dass die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessanlage in Steinbach nicht aussagekräftig sind, "weil sie am falschen Platz stand". Am Ortseingang sollte zudem das Schild "Rechts vor Links" angebracht werden.

Das Bürgergespräch für Hohenberg fand im FC-Sportheim statt. Klaus Buß fragte an, ob jetzt schon Verträge für das schnelle Internet gebucht werden könnten. Bürgermeister Franz Uome wies dazu auf die Info-Veranstaltung am Mittwoch, 23. November, im Marktleugaster FC-Sportheim hin.


Bald mit Parkscheibe?


Manfred Ott wollte wissen, ob das Parken am Radonplatz in Marktleugast kostenlos sein wird? Dritter Bürgermeister Martin Döring regte hier die Einführung einer Parkscheibenpflicht an. Ott sprach zudem an, dass der Leerstand von vielen Häusern ein Problem im Winter sei und die Fußgänger oft vom nicht geräumten Gehsteig auf die Straße ausweichen müssten. Die Besitzer sollten konsequent angeschrieben und notfalls Ersatzmaßnahmen durchgeführt werden. Auch sei die neue getrennte Abwassergebühr wegen falscher und fehlender Angaben zu überprüfen.

Straßenausbesserungen und die marode Brücke vor ihrem Haus sprach Evelyn Hahn beim Treffen im Gasthof Klosterbräu in Marienweiher an. Peter Kunzelmann bat zu prüfen, ob für das Überqueren der Bundesstraße 289 in Höhe der Arztpraxis in der Kulmbacher Straße in Marktleugast ein Zebrastreifen vorgesehen werden kann.


Viel Laub auf dem Weg


Rita Schott beklagte, dass der Geh- und Radweg von Marienweiher nach Marktleugast mit sehr viel Laub bedeckt ist. Es bestehe Rutschgefahr. Und Wirt Werner Schlehofer bat darum, dass in Marktleugast mit einem Schild auf die Gaststätten mit Übernachtungsmöglichkeiten in Marienweiher hingewiesen werden sollte. An der B 289 werde schließlich auf auf den Gasthof Haueis in Hermes aufmerksam gemacht.

Mit 40 Personen war der Besuch der Marktleugaster Bürgerversammlung im Schützenhaus etwas geringer als im Vorjahr. Dennoch zeigte sich Bürgermeister Franz Uome zufrieden, dass sich insgesamt 120 Besucher in den sechs Bürgergesprächen für das Geschehen in der Gemeinde interessierten.

Der Bürgermeister urteilte, dass sich das Konsolidierungskonzept positiv auf die Kommune auswirke. Dank der Stabilisierungshilfen des Freistaats sei die Verschuldung des Marktes von 3,13 auf aktuell 1,82 Millionen Euro zurückgeführt worden, die Rücklage betrage 200 000 Euro. Auch sei die jährliche Zinsbelastung mehr als halbiert worden, was weitere Mittel für Investitionen freimache. Die Verschuldung beträgt 573 Euro pro Kopf.
17 (Vorjahr 15) Geburten stehen 51 (52) Sterbefälle gegenüber. Von den 1241 Beschäftigte arbneiten Uome zufolge 561 in der Marktgemeinde und 680 auswärts. Die Zahl der Gästeübernachtungen sei erfreulicher Weise von 11 182 im Jahr 2014 auf 13 382 im Vorjahr gestiegen.

Revue passieren ließ der Bürgermeister auch das allgemeine Gemeindegeschehen, wobei die Erstellung und Einweihung des "Historischen Platzes" in Mannsflur, die 300 000 Euro teure Sanierung des Trinkwasser-Tiefbrunnens II sowie die Neugestaltung von Kinderspielplätzen herausragten. Uome erwähnte ferner den Neubau einer Unterstellhalle für den Bauhof oder den Breitbandausbau.


Dank an die Feuerwehren


Ein dickes Dankeschön richtete der Bürgermeister an die sechs Feuerwehren mit ihren 178 aktiven Frauen und Männern, die wie die anderen Vereine gute Nachwuchsarbeit leisteten. Derzeit werde der Radonplatz in der Ortsmitte von Marktleugast neugestaltet. Im kommenden Jahr erfolge die energetische Teilsanierung des Rathauses, das auch einen barrierefreien Zugang erhalten soll.

Beginnen wird Uome zufolge die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Weitergeführt werde der Konsolidierungskurs der Marktgemeinde, wozu auch Bemühungen um weitere Stabilisierungshilfen gehören. Für die Kanalsanierung seien weitere Untersuchungen nötig. Saniert werden müsse der Tiefbrunnen II.

Zu Wort meldete sich in der Bürgerversammlung lediglich Oswald Greim. Er schlug vor, durch ein Windparkprojekt Gewerbesteuereinnahmen in die kommunale Kasse zu bringen. Doch die vor einigen Jahren aufgelegten Planungen hätten ja zu keinen Ergebnissen geführt. Geschäftsstellenleiter Michael Laaner antwortete ihm, dass dies aus Naturschutzgründen nicht möglich war.