Der Mainleuser Gemeinderat war sich am Montagabend einig: Die Verwaltung des Marktes und das Landratsamt Kulmbach sollen alles tun - was gesetzlich möglich ist - um die geplante NPD-Veranstaltung am 15. Juni in Schwarzach zu unterbinden. Das beschloss das Gremium und entsprach damit dem Eilantrag des Bündnisses "Schwarzach ist bunt", in dem sich die Bürger gegen die Treffen der rechtsextremen Partei in ihrer Heimat engagieren.

Bürgermeister Dieter Adam (FW) erklärte in der gut besuchten Sitzung, dass die Anmeldung der NPD-Veranstaltung am 28. Mai erfolgt ist. Am Tag darauf habe bereits eine Besprechung mit Landrat Klaus Peter Söllner stattgefunden, eine weitere folge in dieser Woche. "Keiner will die NPD haben, da brauchen wir nicht drüber reden", sagte er.

Er wies darauf hin, dass das Gelände in den Mainauen aus mehreren Richtungen angefahren beziehungsweise anmarschiert werden kann.
"Wir wissen um die Beschilderung", sagte er mit Blick auf die Sperrung für den motorisierten Verkehr jenseits der Bahnlinie.

Erich Luthardt (ABL) forderte dazu auf, den Beschluss zu fassen, sich als Ratsgremium hinter das Bündnis zu stellen - so wie im Dringlichkeitsantrag gefordert. Rechtlich sei das in Ordnung.

Auch Günther Stenglein (FW) bat um eine Abstimmung: "Das Bündnis Kunterbunt hat uns eine klare Frage gestellt." Das sah Klaus Marx (SPD) ebenso. Er bat noch darum, alles dafür zu tun, um NPD-Treffen in Zukunft zu verhindern.

Anneliese Kastner, die nach ihrem Austritt aus der CSU-Fraktion zwischen Erich Schiffelholz (ABL) und Manfred Stark (CSU) saß, sprach die Hoffnung aus, dass der Beschluss des Gemeinderats ein deutliches Zeichen für das Landratsamt ist, das Treffen ebenfalls abzulehnen.

Ortssprecherin Tina Kummer forderte dazu auf, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und gegebenenfalls vor dem Verwaltungsgericht zu klagen.

Bürgermeister Adam verwies auf die Möglichkeit, dass die NPD das möglicherweise auch tun könnte und man dann zur Not innerhalb von 24 Stunden reagieren müsse.