Die Geburtstagsgesellschaft feierte am Samstagnachmittag ausgelassen in Willmersreuth. Man saß im Garten, ließ den Jubilar hochleben. Auf den Feldern drosch ein Bauer Getreide. Plötzlich glaubten einige Geburtstagsgäste, Qualm wahrzunehmen. Doch die Aufregung legte sich schnell wieder. Das sei wohl ganz normale Staubentwicklung, sagten sich die Geburtstagsgäste zunächst.

Doch nach wenigen Minuten war klar: Das Feld brannte tatsächlich. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und griff auf das Nachbarfeld, auf dem Getreide angebaut wurde, über. Die Geburtstagsgäste alarmierten sofort die Feuerwehr.

Ausgegangen war der Ackerbrand von einer kleinen Fläche, die gerade einmal zehn mal zehn Meter groß war. Entzündet hatte sich das Feld nach Augenzeugenberichten offenbar an zwei Stellen gleichzeitig. Der Wind trieb die Flammen an. Schnell standen drei Hektar in Vollbrand.

"Bei dem trockenen Wetter und dem Wind ist das eine gefährliche Lage", erklärte Kreisbrandmeister Michael Ködel. Aus diesem Grund wurden nicht nur die Mainleuser und Willmersreuther Wehr gerufen, sondern auch die Feuerwehren Schwarzach, Rothwind, Kulmbach, Buchau, Proß, Wüstenbuchau und Motschenbach rückten aus. Insgesamt gaben 124 Feuerwehrleute ihr Bestes, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Auch Rettungswagen waren am Einsatzort. Der Grund: Bei derart heißem Wetter ist solch ein Einsatz in voller Montur auch für die Feuerwehrmänner nicht ungefährlich. Landwirte eilten ebenfalls zu Hilfe und brachten mit ihren Güllefässern Wasser auf die Felder aus. Anschließend setzten die Landwirte einen Grubber ein und pflügten das verbrannte Getreide ein, so dass eine Neuentzündung ausgeschlossen werden konnte.

Schon nach kurzer Zeit hatten die Feuerwehreinsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Der Wind wehte glücklicherweise in die andere Richtung, so dass für die Wohnhäuser keine Gefahr bestand.