Aus bislang noch ungeklärter Ursache war am Donnerstag kurz nach 18 Uhr ein Ultraleichtflugzeug, das mit zwei Personen besetzt war, beim Startvorgang aus geringer Höhe abgestürzt, hatte sich überschlagen und war am Rande der Startbahn auf dem Dach liegengeblieben.

Für die Rettungskräfte gestaltete sich der Einsatz schwierig: Das Flugzeug war mit einem Rettungssystem ausgerüstet, zu dem auch ein Treibsatz gehört, der im Notfall auslöst. Üblicherweise ist die Kraft des Sprengkörpers nach oben gerichtet. Weil das Flugzeug auf dem Dach lag, war nicht mehr kalkulierbar, was im Fall der Explosion des Sprengkörpers passieren würde. Deswegen wurde die Unfallstelle weiträumig abgesperrt; auch Einsatzfahrzeuge wurden aus dem Gefahrenbereich rangiert.

Bis in die Nacht hinein wurde mit Unterstützung eines Experten für derartige Rettungsgeräte versucht, das Flugzeugwrack zu öffnen, um die Insassen bergen zu können. Kurz vor Mitternacht wurden die Arbeiten dann unterbrochen und erst am Freitagmorgen fortgesetzt.

Nachdem es gelungen war, das Rettungssystem auszubauen und so die Explosionsgefahr zu bannen, konnte das Flugzeug mit einem Spezialfahrzeug des Technischen Hilfswerks aufgerichtet werden. Erst danach konnten die beiden Männer geborgen werden.

Zur Identität der Opfer sagt die Polizei zur Stunde noch nichts. Es soll sich aber, so war zu hören, um einen Unternehmer aus dem Landkreis Kulmbach und seinen Begleiter handeln. Wer von den beiden das Flugzeug steuerte, war zunächst nicht bekannt.

Mittlerweile sind Sachverständige des Luftfahrtbundesamtes und Experten der Polizei vor Ort und versuchen, den Unfallhergang zu rekonstruieren.