Der Feuerschutz ist für die Gemeinden eine Pflichtaufgabe. Und deshalb müssen sie ihre Löschgruppen so ausrüsten, dass sie möglichst schnell Feuer bekämpfen, Menschen retten und technische Hilfe leisten können, besagt das bayerische Feuerwehrgesetz. "Um objektiv feststellen zu können, wie die gemeindlichen Wehren technisch und personell ausgestattet werden müssen und ob die Hilfsfrist in allen Gemeindeteilen eingehalten werden kann, ist es sinnvoll, dass die Gemeinden vor Ort das Gefahrenpotenzial und die vorhandenen Abwehrkräfte erfassen, die Situation analysieren und gegebenenfalls Verbesserungsmöglichkeiten und Maßnahmen zu deren Umsetzung formulieren", schlug Bürgermeister Dieter Adam (FW) in der Ratssitzung am Montag vor. Adam regte die Erstellung eines Bedarfplans an, bei der die örtlichen Kommandanten und der Kreisbrandrat einbezogen werden sollen.

Ein Angebot hatte der Bürgermeister beim Ingenieurbüro für Brandschutztechnik und Gefahrenabwehr in Heilsbronn - IBG - angefordert. Pro Beratertag muss demnach mit 856 Euro gerechnet werden, für die Konzepterstellung würden rund 18.700 Euro fällig.

Siegfried Escher (CSU) legte sein Veto ein: "Ich bin der Meinung, unsere Feuerwehren sind gut aufgestellt. Wir brauchen keinen Bedarfsplan." Dieser Meinung schlossen sich allerdings nur acht Gemeinderäte an, zwölf votierten dafür, dass ein Bedarfsplan erstellt wird.

Daraufhin stellte Bürgermeister Adam die Frage, ob diese Aufgabe ein Arbeitskreis aus Mitgliedern des Gemeinderats und der örtlichen Feuerwehren übernehmen soll oder ein externes Ingenieurbüro. Die Mehrheit der Räte stimmte aus Objektivitätsgründen für die Einschaltung eines Büros.

Die Auftragsvergabe werde vorbereitet, im Haushalt sei ein Kostenrahmen von 17.500 Euro eingeplant, erläuterte Adam.

Keine Diskussion gab es über die Umstellung auf Digitalfunk. Der Markt Mainleus hat bisher zur Beschaffung von 49 Handsprechfunkgeräten für die Feuerwehren 30.501,43 Euro aufgewendet. Jetzt machten die Räte den Weg für den Einbau frei. Den Zuschlag bekam der günstigste Anbieter, die Firma Pollok aus Bayreuth, die ein Angebot für 18.795,82 Euro zuzüglich Nebenkosten. abgegeben hatte. Insgesamt verfügt der Markt Mainleus über 13 Feuerwehren, die neun Fahrzeuge haben. Für den Einbau der Geräte gibt es keine Förderung.

Zur Kenntnis nahm das Gremium den Antrag der FFW Proß auf ein wasserführendes Fahrzeug mit Atemschutz. Der Arbeitskreis Feuerwehr soll sich mit dem Antrag in seiner nächsten Sitzung befassen und dann eine Beurteilung vornehmen.

Neue Satzung

Ebenfalls mit Feuerwehreinsätzen befasst sich die neue Satzung, die der Marktgemeinderat einhellig auf den Weg brachte. Im Rahmen der überörtlichen Rechnungsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014 war festgestellt worden, dass die bisherige Feuerwehrsatzung veraltet ist. Künftig sollen auch Fehlalarmierungen, die durch Brandmeldeanlagen ausgelöst werden, aufgenommen werden.

Auch die einzelnen Entgelte wurden modifiziert. Für Einsätze und Tätigkeiten, die der Rettung von Menschen und Tieren dienen, wird kein Kostenersatz gefordert.


Die neuen Feuerwehr-Tarife


Streckenkosten TSF: 3,57 Euro (bisher 3,45 Euro); TSF-W: 4,75 Euro ( 4,67 Euro); LF 10/6: 6,10 Euro ( 5,71 Euro); TLF 16/24 6,18 Euro (5,77 Euro); MZF: 3,17 Euro (2,95 Euro)

Ausrückstunden TSF: 71,64 Euro (bisher 66,86 Euro); TSF-W: 86,73 Euro (82,77 Euro); LF 10/6: 102,05 Euro (95,44 Euro); TLF 16/24: 98,99 Euro (75 Euro); MZF: 27,94 Euro ( 26,20 Euro)

Personalkosten Ehrenamtliche Feuerwehrdienstleistende: 24 Euro (bisher 20 Euro); Sicherheitswachten: 13,70 Euro (12,40 Euro)