Bereits im Jahr 2001 hatte der damalige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schimmendorf im Mainleuser Gemeinderat einen Antrag auf ein Tragkraftspritzfahrzeug (TSF) gestellt. Jahrelang passierte nichts, doch am 16. Mai 2019 wurde die Beschaffung nach einer vorherigen Bedarfsermittlung durch den Markt Mainleus schließlich beschlossen.

"Es war ein langer Weg, und wir hätten lieber ein Fahrzeug mit Allradantrieb gehabt, aber wir sind mit dieser Lösung glücklich", sagte René Meußgeier, Kommandant der Schimmendorfer Feuerwehr. Zuvor habe man schließlich nur einen Anhänger gehabt.

Ursprünglich nämlich hätten die Schimmendorfer gar kein neues Fahrzeug erhalten, sondern es hätte eine größeres für die Nachbargemeinde Danndorf angeschafft werden sollen. "Wir haben aber viele Gespräche geführt - und Ende 2018 konnten wir eine Lösung finden", erzählte der Feuerwehrkommandant.

Es wurden nämlich zwei (kleinere) Fahrzeuge angeschafft - ein TSF für Danndorf und ein sogenanntes TSFW - ein Tragkraftspritzfahrzeug mit Wasser - für Schimmendorf. Seit drei Wochen steht das TSFW bei der Schimmendorfer Feuerwehr und war wegen ein paar Mängeln auch schon in der Werkstatt. "Doch jetzt sollte alles passen und wir werden mit unseren Übungen starten", sagte Meußgeier. Ist doch die FFW Schimmendorf mit 40 Aktiven, darunter sieben Anwärtern, und einem Durchschnittsalter von 31 Jahren ein äußerst reger Verband.

Gut gerüstet

"Mit dem TSFW ist der nördliche Gemeindebereich Mainleus gut für Notfälle gerüstet", befand auch Landrat Klaus Peter Söllner (FW). "Ihr habt die Ortskenntnis und könnt künftig schnell vor Ort sein." Es sei wichtig, die Dorfwehren vernünftig auszustatten.

Die Gesamtkosten für das TSFW beliefen sich laut Bürgermeister Robert Bosch (CSU) auf 127 000 Euro. "Davon werden 38 900 Euro als Unterstützung durch den bayerischen Staat übernommen, weitere 9250 Euro steuert der Landkreis Kulmbach als Zuschuss bei." Das neue TSFW habe die übliche Ausstattung und darüber hinaus einen 900-Liter-Wassertank (die Norm seien 500 Liter) sowie vier Atemschutzgeräte.