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Endoskopie am Klinikum Kulmbach modernisiert: KI und neue Geräte


Autor: Redaktion

Kulmbach, Dienstag, 20. Oktober 2026

Das Klinikum Kulmbach modernisiert die Endoskopie mit KI und neuer Technik. Patienten sollen von präziserer Diagnostik profitieren.
Leitender Arzt Markus Hirschmann kann in der Endoskopie nun auf modernste Technik und zusätzliche diagnostische Möglichkeiten zurückgreifen.


Die Endoskopie des Klinikums Kulmbach ist umfassend modernisiert worden. Neue Geräte und KI-Systeme sollen Ärzte dabei unterstützen, selbst kleinste Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Rund 16 000 Untersuchungen werden jedes Jahr in der Endoskopie des Klinikums Kulmbach durchgeführt. Jetzt hat die Abteilung ihre technische Ausstattung umfassend erneuert. 40 Peripheriegeräte mit neuen Endoskopen sowie fünf leistungsfähige Prozessoren wurden angeschafft. Auch Künstliche Intelligenz kommt dabei inzwischen flächendeckend zum Einsatz.

Besonders bei Darmspiegelungen kann die digitale Unterstützung hilfreich sein. Die neue Technik "CAD EYE" des Herstellers Fujifilm analysiert das Kamerabild während der Untersuchung in Echtzeit. Erkennt das System beispielsweise einen Polypen oder eine andere verdächtige Schleimhautveränderung, markiert es die entsprechende Stelle für den Arzt.

Dabei verarbeitet die Software bis zu 60 Bilder pro Sekunde. Neben dem normalen Weißlichtbild kann sie auch mit "Linked Color Imaging" (LCI) arbeiten. Das Verfahren verstärkt bestimmte Farbunterschiede und kann dadurch Veränderungen der Schleimhaut besser sichtbar machen. Für eine genauere Beurteilung verdächtiger Polypen steht zusätzlich "Blue Light Imaging" (BLI) zur Verfügung.

Die Entscheidung bleibt dabei selbstverständlich beim Mediziner. Die KI soll nicht den Arzt ersetzen, sondern ihn als zusätzliches Instrument unterstützen – gerade dabei, kleine oder auf den ersten Blick unauffällige Veränderungen nicht zu übersehen. Zudem kann die KI unterscheiden, ob Polypen neoplastisch sind oder hyperplastisch. Denn nur die neoplastischen müssen entfernt werden, da nur diese bösartig entarten. Somit werden unnötige Polyp-Abtragungen vermieden. 

Auch die Ultraschalldiagnostik wurde erweitert. Seit Jahresbeginn steht in der Endoskopie ein neues Gerät des Typs "ARIETTA 850" zur Verfügung. Es kann unter anderem besonders langsame Blutströmungen darstellen und bietet einen sogenannten "Real-time Virtual Sonography"-Modus. Dabei lassen sich aktuelle Ultraschallbilder in Echtzeit mit bereits vorhandenen Schnittbildern aus CT oder MRT vergleichen.

Zusätzliche Verfahren zur Rauschreduzierung und zur besseren Darstellung von Gewebestrukturen sollen die Bildqualität weiter verbessern. Dadurch können sich unterschiedliche Strukturen und mögliche Veränderungen deutlicher voneinander abgrenzen lassen.
Nach Angaben des Klinikums sind inzwischen alle Gerätetürme der Endoskopie mit KI-Technologie ausgestattet. Für die Patienten bedeutet die Modernisierung vor allem eine möglichst präzise Diagnostik. Die Erfahrung der Ärzte wird dabei durch moderne digitale Technik ergänzt.

Was kann CAD EYE?

CAD EYE ist ein KI-gestütztes System für die Endoskopie. Bei einer Darmspiegelung analysiert es das Kamerabild in Echtzeit und kann verdächtige Schleimhautveränderungen und Polypen markieren. Auch bei deren genauerer Charakterisierung kann die Technik den Arzt unterstützen. Die abschließende Beurteilung bleibt dem Mediziner vorbehalten.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.