Christian Hansl aus Kulmbach gehört seit November zum Team. 23 Jahre lang war er hauptberuflich beim Rettungsdienst tätig. Jetzt koordiniert er die Einsätze der Rettungskräfte vom Krankentransport bis zur Hochwasserkatastrophe an einem der bestgesicherten und verantwortungsvollsten Arbeitsplätze der Region.

Das Gebäude wirkt nicht wie eine Festung, ist aber beinahe so ausgestattet. "Wir sind keine Sicherheitsfanatiker, aber wir müssen garantieren, jeden Tag rund um die Uhr einsatzfähig und für die 265.000 Bürger in unserem Einzugsgebiet erreichbar zu sein", sagte Leitstellen-Chef Markus Ruckdeschel. Das bedeutet: Alles ist doppelt gesichert. Umfassende Videoüberwachung und durchwurfsichere Verglasung der Fenster sind ebenso selbstverständlich wie Doppelabsicherungen für das Notstromaggregat und die Klimatisierung.

"Unsere Leitstelle ist als kritische Infrastruktur eingestuft.
Wir haben viel Technik und sind verletzlich." Es sei nicht abwegig, dass jemand auf die Idee komme, eine Leitstelle lahmzulegen. In Oldenburg sei das schon passiert. "Jetzt kritisiert man hohe Kosten für die Sicherheit, aber wenn etwas passiert, heißt es sofort: Warum wurde nicht Vorsorge getroffen?"