Von den 484 nachweislich Infizierten sind 420 innerhalb der vergangenen sieben Tage positiv getestet worden, der Inzidenzwert erreicht damit ein Rekordhoch von 588,0.

"Einmal mehr müssen wir nicht nur einen neuen Höchststand bei der Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnen, auch die Zahl von 164 neuen Fällen an einem Tag hatten wir noch nie abzuarbeiten", kommentiert Landrat Klaus Peter Söllner die aktuellen Zahlen. Dies belege auf dramatische Art und Weise, wie schnell und aggressiv sich die Omikron-Variante des Coronavirus verbreite.

Omikron schnell und aggressiv - neues Rekordhoch in Kulmbach

Etwa 50 Prozent der neuen Positivfälle gehen auf Abstriche in der Landkreis-Teststation in der Flessastraße zurück und entfallen damit auf Kontaktpersonen, die nun selbst infiziert sind. Die andere Hälfte resultiert aus Arzt-Testungen, die aufgrund von Symptomen durchgeführt wurden.

"Dennoch gestaltet sich die Situation an unserem Klinikum positiv. Dort muss aktuell nur ein Corona-Patient auf der Intensivstation versorgt werden", betont Söllner. Und der stammt von außerhalb des Lankreises. Insgesamt meldet das Klinikum fünf Covid-19-Patienten.

Mit weiter steigenden Fallzahlen könne sich aber auch das ändern, ergänzt der Leiter des Krisenstabs, Oliver Hempfling. "Auch wenn in der Regel in Verbindung mit Omikron leichtere Erkrankungsverläufe zu verzeichnen sind, könnte allein über eine sehr hohe Infektionsquote die Hospitalisierungsrate wieder steigen", sagt er. Es komme daher einmal mehr darauf an, dass alle durch bewusstes und vorsichtiges Verhalten ein weiteres exponentielles Ansteigen der Fallzahlen verhindern.

Mammutaufgabe Kontaktnachverfolgung

Eine Mammutaufgabe angesichts dieser hohen Infektionszahlen ist die Kontaktnachverfolgung durch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, die in den vergangenen Tagen wie immer seit den frühen Morgenstunden bis in den Abend hinein im Einsatz waren. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wurde kurzfristig zusätzliches Personal aus dem Haupthaus in das Gesundheitsamt abbeordert. Außerdem wird das Team der Kontaktpersonen-Nachverfolgung von fünf Einsatzkräften der Bundeswehr unterstützt.