161 Wahlberechtigte aus Wüstenbuchau und Motschenbach haben nach den Worten von Alexander Kaiser unterschrieben, dazu neun Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren: Die Unterzeichner sprechen sich gegen die geplante Errichtung eines Sendemasts bei Motschenbach und Wüstenbuchau aus.

Dort ist in Sachen Mobilfunk noch ein weißer Fleck. Das soll so bleiben, wünschen sich viele.

Als einer der Sprecher der Bürgerinitiative "Weniger Funk - glücklich und gesund" überreichte Kaiser gestern mehrere Unterschriftenlisten an Bürgermeister Robert Bosch (CSU).

Die Bürgerinitiative entstand aus dem Bündnis "Mensch und Mobilfunk", das sich gegen einen Mobilfunkmast in Schwarzach gewehrt hatte, mittlerweile aber nicht mehr existiert. Kaiser wies auf Infoveranstaltungen in den Dörfern hin und bat den Bürgermeister und die Gemeinderäte, die Aufstellung des Sendeturms zu überdenken. "161 Unterschriften sind schon eine große Beteiligung. Viele machen sich Sorgen und wollen den Funkmast nicht."

Robert Bosch sicherte zu, den Gemeinderat zu informieren, und erläuterte den Sachstand: So habe der Freistaat ein Förderprogramm aufgelegt, um die weißen Flecken in der Mobilfunkversorgung zu schließen. Derzeit fänden Absprachen mit möglichen Netzbetreibern statt, "wir erwarten Standortvorschläge". Vor einer Entscheidung werde eine Bürgerversammlung durchgeführt.