Bei den 203 Kilometer langen Touren sollen vor allem Naturliebhaber und Geologie-Interessierte auf ihre Kosten kommen. Nur: Wirsberg wird dabei als "einziger staatlich anerkannter Luftkurort im Landkreis Kulmbach und Kristallisationspunkt mehrerer überregionaler Radwege" nicht eingebunden, beklagt sich Anselstetter in einem Schreiben an den Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Regierungspräsident Wilhelm Wenning.

"Dies ist umso unverständlicher, da Wirsberg mit über 45 000 Übernachtungen im Jahr nach der Stadt Kulmbach der zweitgrößte und im ländlichen Raum mit Abstand größte Urlaubsort im Landkreis Kulmbach ist", so Anselstetter weiter. Vor allem nach dem "empfindlichen Rückschlag" beim Thema Deutsches Hochzeitsmuseum sei der Markt dringend auf überregionale Werbeunterstützung angewiesen.

"Trassierung unumgänglich"


Für Anselstetter steht fest, dass eine Trassierung des Radwegs "Durch Bayerns steinreiche Ecke" über Wirsberg unumgänglich ist. Als Gründe nennt er das traditionsreiche Bergbaugebiet zwischen Kupferberg, Neufang und Goldene Adlerhütte, das vielfältige Möglichkeiten zur Besichtigung von ehemaligen Bergbaustätten aufweise. Auch der gemeinsame Bergbaulehrfahrt zwischen Kupferberg und Wirsberg ist nach den Worten des Bürgermeisters ständiges Exkursionsziel für Studenten verschiedener Universitäten sowie von Hobby-Geologen, die sich mit den Verwerfungen an der Fränkischen Linie befassen.

Auch verweist der Bürgermeister auf die Anbindung Wirsbergs an den Main-Saale-Radweg, den Mainradweg und den Euregio-Egrensis-Radweg.

Mit zwei weiteren Broschüren des Vereins ist Hermann Anselstetter nicht zufrieden. Denn auch beim Prospekt "Bäder und Kurorte" sei Wirsberg als staatlich anerkannter Luftkurort nicht berücksichtigt. Und beim Flyer "Kirchen und Klöster" vermisst er die nur wenige Kilometer entfernte Basilika Marienweiher.

In Neuauflage einarbeiten


Bei Regierungspräsident Wilhelm Wenning in Bayreuth ist die Klage von Hermann Anselstetter eingegangen, wie Christiane Odewald von der Pressestelle bestätigte. Der Markt Wirsberg werde in den nächsten Tagen ein Antwortschreiben erhalten. Über das Ergebnis wollte sie sich nicht äußern. "Ich bitte um Verständnis, dass wir keine Auskünfte über die Inhalte von Schreiben geben, bevor sie versendet, beziehungsweise bei den betroffenen Kommunen eingegangen sind."