"Es ist doch wunderbar geworden", sagt Hans Lauterbach und erhält ein zustimmendes Nicken von Erwin Geißler. Die beiden Buchauer schauten sich am Donnerstag an der Brückenbaustelle um, als die letzte Besprechung vor der Verkehrsfreigabe stattfand. Ab Freitag, 26. Juni, 9 Uhr heute kann das Bauwerk befahren werden.

Fünf Wochen eher als geplant sind die Arbeiten abgeschlossen. Ein Umstand, der Landrat Klaus Peter Söllner (FW) natürlich freut. Das - und die Kosten. "Es gab Vorschläge, die hätten das Doppelte gekostet." So schlägt die Brücke mit 965 000 Euro zu Buche, der Eigenanteil des Kreises beträgt 240 000 Euro.

Höchste Sicherheitsstandards

Das Bauwerk entspreche den aktuellen Verkehrsanforderungen und erfülle höchste Sicherheitsstandards, betonte der Landrat gestern bei einer abschließenden Besprechung vor der Freigabe. Die alte Brücke sei nicht einmal mehr für die großen landwirtschaftlichen Maschinen geeignet gewesen.

Das unterstreicht der Leiter der Leiter der Tiefbauabteilung am Landratsamt, Dieter Geißler. "Die alte Kalksteinbrücke aus dem Jahr 1890 war für andere Belastungen ausgelegt gewesen und völlig verbraucht."
Der Neubau sei in Abstimmung mit dem Naturschutz erfolgt, als Ausgleich werde in den nächsten Wochen ein Biotop geschaffen.

Dass die Baustelle ohne Komplikationen ablief, erklärt der Chef der ausführenden Firma Günther Bau aus Stadtsteinach,Claus-Lutz Schreyer. Das sei unter anderem dem guten Wetter zu verdanken.

Und dem guten Miteinander zwischen allen Beteiligten, wie der Mainleuser Bauamtsleiter Hans-Georg Busch ergänzte. Wenn es Anliegen von Bürgern gegeben habe, habe man versucht, die Sache auf dem kleinen Dienstweg zu regeln. Solche Baustellen seien wünschenswert.

Die alte Brücke war ursprünglich auf 30 Tonnen ausgelegt und wurde im Laufe der Zeit auf zwölf Tonnen begrenzt. Das zulässige Gesamtgewicht für die Brücke nach der Erneuerung beträgt 60 Tonnen. Die Brücke ist 30 Meter lang, die Fahrbahnbreite wurde von vier auf sechs Meter erhöht, damit ist problemlos Begegnungsverkehr möglich. Ein 1,5 Meter breiter Gehstreifen auf dem Bauwerk ist angelegt.

Der Durchlass für den Dörflesbach ist sechs Meter breit und vier Meter hoch. Die Straßenführung wurde leicht geändert, um die Engstelle in Brückennähe zu entschärfen. Die Strecke war seit Mitte Februar gesperrt gewesen.