BMW-Fans lieferten große Show in Himmelkron

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Das "Purple Beast" gehört Anna Leier (29). Die gebürtige Russin sagt über die Farbe Matt-Metallic: "Lila hab ich den BMW lackieren lasen, weil ich eine Frau bin und die Farbe einfach fahren kann." Unter der Motorhaube stecken 262 PS.Sonny Adam
Das "Purple Beast" gehört Anna Leier (29). Die gebürtige Russin sagt über die Farbe Matt-Metallic: "Lila hab ich den BMW lackieren lasen, weil ich eine Frau bin und die Farbe einfach fahren kann." Unter der Motorhaube stecken 262 PS.Sonny Adam
"Purple Beast" von Anna Leier
"Purple Beast" von Anna Leier
 
"Purple Beast" von Anna Leier
"Purple Beast" von Anna Leier
 
Die Liebe zum BMW geht auch unter die Haut.
Die Liebe zum BMW geht auch unter die Haut.
 
Lila Nähte im Kofferraum und lila lackierte Lautsprecher
Lila Nähte im Kofferraum und lila lackierte Lautsprecher
 
Luca Rauschs 370 PS starker M2 war die Show: "Das Auto macht Spaß, ich bin schon 250 gefahren", sagt er.
Luca Rauschs 370 PS starker M2  war die Show: "Das Auto macht Spaß, ich bin schon 250 gefahren", sagt er.
 
Sportler mit viel Dampf: BMW M2
Sportler mit viel Dampf: BMW M2
 
"Geiler Arsch", urteilte ein Besucher über die Verbreiterung des BMW M2.
"Geiler Arsch", urteilte ein Besucher über die Verbreiterung des  BMW M2.
 
Ein BMW E 36 aus dem Jahr 1993, der die Blicke auf sich zieht: Werner Schreck aus Würzburg und seine Freundin Christina Erb.
Ein BMW E 36 aus dem Jahr 1993, der die Blicke auf sich zieht: Werner Schreck aus Würzburg und seine Freundin Christina Erb.
 
Sogar unter der Kühlerhaube sind Skull-Figuren in Airbrush-Technik lackiert.
Sogar unter der Kühlerhaube sind Skull-Figuren in Airbrush-Technik lackiert.
 
Einen Kofferraum, der auch etwas transportieren kann, hat der gold-farbene BMW nicht. Stattdessen ist ein DVD-Monitor eingebaut.
Einen Kofferraum, der auch etwas transportieren kann, hat der gold-farbene BMW nicht. Stattdessen ist ein DVD-Monitor eingebaut.
 
Das Lenkrad ist so klein, dass eine extra TÜV-Genehmigung erforderlich war.
Das Lenkrad ist so klein, dass eine extra TÜV-Genehmigung erforderlich war.
 
Da muss man einfach hinschauen: Der goldene BMW hat Flügeltüren und eine auffällige Totenkopf-Airbrush-Lackierung.
Da muss man einfach hinschauen: Der goldene BMW hat Flügeltüren und eine auffällige Totenkopf-Airbrush-Lackierung.
 
Viele Aussteller hatten sich kleine Gags ausgedacht.
Viele Aussteller hatten sich kleine Gags ausgedacht.
 
Für einen BMW ist man nie zu jung: Ella Berner ist noch nicht einmal ein Jahr alt - und hat schon ein BMW-Bobbycar.
Für einen BMW ist man nie zu jung: Ella Berner ist noch nicht einmal ein Jahr alt - und hat schon ein  BMW-Bobbycar.
 
Sportwagen oder ganz normale Familienkutsche - in Himmelkron trafen sich BMW-Fans jeder Couleur.
Sportwagen oder ganz normale Familienkutsche - in Himmelkron trafen sich BMW-Fans jeder Couleur.
 
Sportwagen oder Luxuslimousine - Hauptsache BMW oder Mini.
Sportwagen oder Luxuslimousine - Hauptsache BMW oder Mini.
 
Im "Purple Beast" sitzt ein angeschnallter Minion. "Der redet mir nicht rein", sagt Anna Leier.
Im "Purple Beast" sitzt ein angeschnallter Minion. "Der redet mir nicht rein", sagt Anna Leier.
 
Schalthebel mit Biss
Schalthebel mit Biss
 
Airbrush im Motorraum
Airbrush im Motorraum
 
Alte Felgen oder neue Felgen können auch zur Shisha werden. Mirko Eller baut solche Kunstwerke.
Alte Felgen oder  neue Felgen können auch zur Shisha werden. Mirko Eller baut solche Kunstwerke.
 
Die Sonderlackierungen waren ein Hingucker.
Die Sonderlackierungen waren ein Hingucker.
 
Die Sonderlackierungen waren ein Hingucker.
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Der rote Teufel steht wohl für PS-Stärke.
Der rote Teufel steht wohl für PS-Stärke.
 
Alternative zum Besen: Die BMW-Hexe setzt auf Violett.
Alternative zum Besen: Die BMW-Hexe setzt auf Violett.
 
Einen der begehrtesten BMW-Oldtimer hat Marcel Dübler.
Einen der begehrtesten BMW-Oldtimer hat Marcel Dübler.
 
Mit dem Fahrrad zum BWM-Treffen - schauen ist erlaubt.
Mit dem Fahrrad zum BWM-Treffen - schauen ist erlaubt.
 
Die dB-Messung war der Hit. Einige Autos schafften fast 130 Dezibel - das ist so laut wie ein Düsenjäger.
Die dB-Messung war der Hit. Einige Autos schafften fast 130 Dezibel - das ist so laut wie ein Düsenjäger.
 
"Black Beast" heißt der Mini - er brachte weit über 120 Dezibel.
"Black Beast" heißt der Mini - er brachte weit über 120 Dezibel.
 
Für Fotografen gab es zig Motive.
Für Fotografen gab es zig Motive.
 

BMW- und Mini-Fans trafen sich am Wochenende in Himmelkron. Manche Fahrzeuge wurden im Laufe ihres Lebens zu Kunstwerken umgestaltet.

Ella ist noch nicht einmal ein Jahr alt, doch schon ein echter Fan. Sie hat von Papa Maximilian Berner als erstes Fortbewegungsmittel einen schwarzen BMW geschenkt bekommen - als Bobbycar. Die drei Buchstaben kennt sie schon.

Ihr Vater hat drei schwarze BMW, die er beim 20. Internationalen BMW- und Mini-Treffen in Himmelkron präsentierte. "Wir leben in Bayern - ohne BMW geht es doch nicht. BMW gehört dazu, absolut, es ist meine absolute Lieblingsmarke", sagt der 26-Jährige. Natürlich will er diese Überzeugung auch weitergeben.

Fast 500 BMW- und Mini-Besitzer aus ganz Deutschland kamen zu dem Treffen auf dem Gelände des Fichtelgebirgshofs. "Die BMW-Fans kommen ganz spontan, das Wetter passt. Man fährt hierher, trifft sich mit Freunden, hat Spaß", sagt Laura Heyring vom Organisationsteam. Einige reisten sogar aus Österreich, Tschechien oder aus der Schweiz an, um ihre Schätzchen zu zeigen und um mit anderen Fans der bayerischen Automarke zu fachsimpeln.

"Hat der einen geilen Arsch", schwärmten die Fans und umringten Luca Rausch. Die Fotoapparate klickten. Der Lichtenfelser wertete diese etwas deftige Bezeichnung keineswegs als sexistisch, sondern als Kompliment für sein neues Auto. Er hat seinen 370 PS-starken M2 verbreitert. "Ich bin Mechatroniker, mein Vater hat eine eigene Werkstatt", erzählt er. "Das Auto macht einfach Spaß. Ich bin schon mal 250 gefahren - nachts auf der Autobahn", schwärmt er. Das Fahrwerk lässt sich tiefer legen, so weit, dass es nahezu keinen Spielraum zwischen Boden und Auto gibt. "Aber so tief fahre ich nicht, da mache ich mir nur meine Carbonanbauteile kaputt", erklärt Rausch.

Für Werner Schreck ist sein Auto ein Kunstwerk. Der 68-Jährige nennt einen BMW E 36 aus dem Baujahr 1993 sein eigen. Das Auto wurde zum E 39 umgebaut und war ursprünglich grau. Werner Schreck hat das Gefährt mit den auffallenden Flügeltüren aber in Safrangelb, einen auffälligen Goldton, umlackieren lassen - eine Farbe, die es bei BMW nie serienmäßig gab. Das Auto wurde dann noch mit blauen Streifen verziert.

Der Clou aber sind Skulls in allen Größen und Formen. Sogar unter der Motorhaube grinst ein Totenkopf hervor, der mit Airbrush-Technik in den Lack eingearbeitet wurde. Auf dem Armaturenbrett prangt ein dreidimensionaler Totenkopf. "Das Auto hat 200 000 Kilometer drauf. Es ist ein reines Szenefahrzeug", erzählt Schreck. Er hat die hintere Sitzbank entfernt, so dass genug Platz für ein Mega-Lautsprechersystem frei wurde. Im Kofferraum gibt es einen Monitor. "Wir schauen dann auf den Treffen DVDs", sagt Schreck, der seine Freundin bei einer solchen Veranstaltung kennengelernt hat.

Die wohl Autoverrückteste, die in Himmelkron anzutreffen war, ist Anna Leier. Die 29-Jährige stammt aus Russland. "Dort hatte ich einen Wolga 3110 - das war auch schon die Liebe meines Lebens", erzählt Leier. Doch dann zog sie nach Deutschland, heiratete - und entdeckte ihre Begeisterung für die bayerische Marke. Die geht so weit, dass sich Anna sogar ein BMW-Tattoo auf ihren Fuß stechen ließ. Ihr Auto ist mattlila-metallic "Weil ich eine Frau bin und einfach so eine Farbe fahren kann", lautet ihre nachvollziehbare Begründung. Bei ihrem BMW wurde der Motor getauscht. Statt 204 PS schlummern jetzt 262 PS unter der Haube. Sogar die Gurte sind violett. Und noch eine Eigenheit hat ihr "Purple Beast". Auf dem Beifahrersitz sitzt immer ein Minion - in Lila, versteht sich. "Das ist ganz prima, der redet mir nicht rein."

Über Dieselfahrverbote und Benzinsparmaßnahmen will die Russin nicht reden. "Ich bleibe bei Diesel. Meiner verbraucht sechs Liter, das geht schon", sagt sie und hofft, dass Fahrverbote nicht so schnell kommen.

Auch Oldtimer waren zu bewundern. Marcel Dübler (34) aus dem Vogtland brachte seinen E 9 Baujahr 1974 mit, den er in 1600 Stunden restauriert und in Froschgrün lackiert hat. Eine Farbe, die es damals so gab und voll im Trend lag. In Deutschland sind nur noch 180 solcher Coupés zugelassen. "In dem Zustand wie meiner gibt es vielleicht fünf", sagt Dübler stolz, der den Wert des Wagens im sechsstelligen Bereich ansiedelt.
eim BWM-Treffen war vor allem der Dezibelmesstest die Show. Die Autos brachten es auf fast 130 Dezibel, das ist lauter als eine Kettensäge, als ein Presslufthammer oder Gewitterdonner. 130 Dezibel entsprechen ziemlich genau dem Geräusch, das ein Düsenjäger von sich gibt. Schon eine Steigerung um zehn Dezibel wird als "Verdoppelung" der Lautstärke empfunden. "Noch 0,4" feuern die Messer den Fahrer des Mini "Black Beast" an. Der gibt im Stand noch einmal Gas. "Jetzt noch 0,3", melden die Prüfer. Doch das lauteste Auto wird der Kleine nicht mehr, die BMW bringen einfach mehr. Der Lauteste bekommt übrigens einen der rund 100 Pokal e, die bei dem Treffen vergeben wurden.