Oberfranken: Schockanrufer machen reichlich Beute - Frau verliert 70.000 Euro
Autor: Redaktion
Kulmbach, Freitag, 23. Oktober 2026
Betrüger haben in Franken mehrere Menschen mit Schockanrufen um hohe Geldbeträge gebracht. Die Polizei mahnt einmal mehr zur Vorsicht.
Immer wieder geraten ältere Menschen aus Franken ins Visier von Betrügern, die mit sogenannten Schockanrufen großen Druck auf ihre Opfer ausüben und sie dann um ihr Erspartes bringen. In Oberfranken war dieses schamlose Vorgehen in den vergangenen Tagen wieder einmal mehrfach von Erfolg gekrönt - in einem Fall verlor eine Frau aus dem Kreis Hof sogar auf einen Schlag knapp 70.000 Euro.
Wie die Polizei berichtet, hatten die Betrüger am Donnerstag (22. Oktober 2026) jedoch zunächst mit einer Seniorin aus Stammbach im Kreis Hof Kontakt aufgenommen. Die Täter tischten ihr eine Geschichte auf, laut der ihre Tochter an Krebs erkrankt sei und ein etwa 200.000 Euro teures Medikament aus der Schweiz benötige, dessen Kosten nun vorfinanziert werden müssten.
Schockanruf im Kreis Hof - Kriminalpolizei ermittelt
Nach einem rund dreistündigen Telefongespräch erschien gegen 17.30 Uhr ein bislang unbekannter Mann zu Fuß an der Gartentür des Hauses in der Frankstraße und nahm die von der Frau vorbereiteten Wertsachen - Schmuck und Bargeld im Wert von etwa 30.000 Euro - entgegen. Der Abholer wird wie folgt beschrieben:
- etwa 35 Jahre alt
- 1,80 bis 1,90 Meter groß
- kräftig beschrieben
- dunkler Teint
- rundes Gesicht
- trug er eine Jacke mit der Aufschrift "Novus"
Zeugen, die am Donnerstagnachmittag im Bereich der Frankenstraße verdächtige Personen oder Beobachtungen gemacht haben, bittet die Hofer Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 09281/704-0 um Meldung.
Kulmbacher Seniorin verliert 70.000 Euro - Abholer entkommt Fahndung
Etwas später fiel dann auch eine ältere Dame aus Kulmbach einer ähnlichen Masche zum Opfer. Ihr hatten Betrüger eingeredet, dass sich ihre Tochter in Lebensgefahr befindet und für eine Behandlung eine hohe Geldsumme als Sicherheit hinterlegt werden muss. Gegen 19.30 Uhr übergab die Frau vor ihrer Haustür im Bereich Ängerlein schließlich Bargeld und mehrere Goldmünzen an einen unbekannten Mann. Die Wertsachen hatte sie in einer Blechdose bereitgestellt, der Vermögensschaden liegt nach bisherigen Erkenntnissen bei über 70.000 Euro. Der Abholer wird in diesem Fall folgendermaßen beschrieben:
- 40 Jahre alt
- rund 1,80 Meter
- dunkle Haare
- sprach fränkischen Dialekt.