Naja, letztendlich sind wir doch alle bei irgendwem im Visier: Merkel bei der NSA, die UEFA beim FBI und ich, wie ich hier schon einmal beschrieben habe, bei meiner Nachbars-Katze.

Dabei legen wir doch so viel Wert auf den Schutz unserer Daten, die wir andererseits problemlos bereit sind, preiszugeben, wenn es um a) Gewinnspiele oder b) Facebook geht. Oder der Staat greift bei uns Infos für seine Statistiken ab, wie der Kollege gestern an dieser Stelle erklärt hat.

Immer wieder bietet sich freilich auch die Chance, andere zu beobachten. Will man keine Probleme mit wahlweise dem Nachbarn, der Ehefrau oder dem Staatsanwalt bekommen, bietet sich das Beobachten von Tieren an. Nein, damit meine ich jetzt ausnahmsweise nicht die Katze meines Nachbarn - obwohl ich die auch im Auge behalte, um ihr nicht versehentlich ein ungebetenes Eindringen zu ermöglichen.


Nein, der Landesbund für Vogelschutz appelliert in regelmäßigen Abständen an uns, beispielsweise heimische Gartenvögel nicht nur zu beobachten, sondern sogar zu zählen. Damit erhält er einen Überblick über die Zahl der Piepmätze. Demnächst werden dann wieder die Igel gezählt, die gerade aus dem Winterschlaf erwachen.

Hier kann man sinn- und wertvolle Beiträge zum Umweltschutz leisten - und nach Lust und Laune beobachten. NSA oder FBI werden einem da ganz sicher nicht in die Quere kommen - allerhöchstens der Nachbar. Aber dem kann man das ja dann ganz gut erklären.