Denn darauf standen drei Bauanträge, die nicht im Bauausschuss vorberaten worden waren. "Es hat einen Sinn, dass solche Anträge im Bauausschuss vorberaten werden. Denn es gibt Daten, über die man in einer öffentlichen Sitzung nicht sprechen kann", monierte Rösch. "Es geht mir auf den Keks, dass die Geschäftsordnung, die nun einmal eine Behandlung im Bauausschuss vorsieht, nicht eingehalten wird. Ich bestehe darauf", so Rösch.


"Nicht sonderlich problematisch"


Bürgermeister Harald Hübner (CSU) erklärte, dass einer der Bauanträge bereits in Form einer Voranfrage behandelt worden sei, ein weiterer könne im Genehmigungsfreistellungsverfahren entschieden werden. Nur ein Antrag sei neu und "nicht sonderlich problematisch". Außerdem sei der Gemeinderat letztlich immer zuständig, so Hübner. Der Bürgermeister betonte, er habe das Sitzungsgeld sparen wollen. Nachdem auch Franz Klatt (SPD) mit einem Nein gedroht hatte, bat Hübner um "eine Entscheidung in der Sache".

Schließlich stellte Peter Rösch den Antrag, dass im Gemeindeblatt die Termine der nächsten Bauausschusssitzung veröffentlicht werden sollen - und auch die Fristen, bis wann Anfragen und Anträge eingereicht werden können, um noch in der nächsten Sitzung zu behandelt zu werden. "Wir könnten die Pläne auch vor der Sitzung anschauen", schlug Michaela Schirmer (SPD) vor. Manuela Stöcker (FW) hielt dieses Prozedere ebenfalls für gut.

"Es ist vielleicht ein bisschen übertrieben, die Bürger wochenlang auf die Genehmigung des Bauantrags warten zu lassen. Das ist doch nicht mehr zeitgemäß und bürgerfreundlich. Die Verwaltung ist doch gehalten, Bauanträge schnell zu behandeln", sagte Verwaltungsleiter Rainer Schimpf.


Pferdestall geplant


Im Mittelpunkt der Aufregung stand der Bauantrag von Volker Bär. Er möchte in Schwingen eine Garage zu einem Pferdestall umbauen, eine überdachte Dung-Lagerung errichten sowie Freilaufboxen und eine Voltigierfläche anlegen. Nachbarn hatten Bedenken wegen einer vermeintlichen Geruchsbelästigung angemeldet. Doch das Bauvorhaben befindet sich im Dorfgebiet, wo Tierhaltung nicht verboten ist. Zudem ist das Landratsamt für eine immissionsschutzrechtliche Prüfung des Vorhabens zuständig.

"Mich stört, dass um das gesamte Grundstück, das immerhin eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern hat, ein 1,80 bis zwei Meter hoher Zaun angelegt werden soll", monierte Georg Waldmann (CSU). Aus diesem Grund entschieden die Räte, dass das Landratsamt den Zaun auf seine Genehmigungsfähigkeit prüfen soll. Zwei Räte stimmten gegen den Umbau.

Keine Einwände hatten die Räte gegen den von Alexander Dittrich geplanten Um- und Anbau eines Wohngebäudes und den Abbruch einer Garage.

Auch für den geplanten Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Geräteraum am Weidenrain, den Wolfgang Hohenforst-Schmidt beantragt hatte, erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen.
Nach Ostern werden in Neudrossenfeld verschiedene Straßen saniert. Konkret geht es um Deckeninstandsetzungen zwischen Neudrossenfeld und Pechgraben, zwischen Schwingen und Waldau sowie in Schwingen und Pechgraben.


Kosten werden geprüft


Die Wählergruppe Waldau regte an, auch die Straße von Waldau nach Schwingen ins Sanierungsprogramm aufzunehmen. Die Verwaltung erklärte sich bereit, die Mehrkosten prüfen zu lassen.

Franz Klatt (SPD) regte an, zwei Elektrofahrräder zu beschaffen und eine Ladestation beim Bräuwerck zu errichten. Die Räte standen der Idee positiv gegenüber, allerdings waren sich alle einig, dass die E-Bikes schon allein aus haftungsrechtlichen Gründen nicht von der Gemeinde beschafft werden sollten. Die Verwaltung lässt jetzt prüfen, wie ein Verleih vonstatten gehen könnte.

Ein weiterer Antrag der SPD-Fraktion zielte auf die Beleuchtungssituation am Ortseingang von Altdrossenfeld. Um den Ortseingang auszuleuchten, wären drei bis vier Leuchten nötig. Kosten: 12 000 bis 20 000 Euro. Das Landratsamt hatte bei einem Ortstermin keine Notwendigkeit gesehen. Im Gremium dominierte die Meinung, dass die zusätzlichen Leuchten nicht nötig sind.