Noch liegt Stefan Probst auf Station 3a der Hohen Warte - der Station des Bayreuther Klinikums, auf der Querschnittsgelähmte betreut werden. Der 48-Jährige, der (wie berichtet) seit einem Motorradunfall Ende Oktober im Rollstuhl sitzt, wird dort auf ein neues Leben vorbereitet. Ein Leben, das viele Unwägbarkeiten mit sich bringt. Ein Leben, das schon bald beginnt. "Ende Februar, so schätze ich, darf ich nach Hause", sagt Probst, der sich freut, das Krankenhaus bald verlassen zu dürfen. "Denn nach so langer Zeit bekommt man hier schon einen Lagerkoller."

Die Ungewissheit

Wie er zu Hause zurechtkommen wird? Eine Frage, die der 48-Jährige nicht beantworten kann, denn anders als im Klinikum sind die eigenen vier Wände nicht barrierefrei. Im Mainleuser Reihenhaus sind kostspielige Umbauten erforderlich. Diese stellen Stefan und seine Frau Beate, die nach einer schweren Erkrankung seit 2018 ebenfalls krankgeschrieben ist, vor eine Herausforderung. Denn das Paar lebt derzeit vom Krankengeld und ist deshalb für jede finanzielle Hilfe dankbar, zumal Stefan Probst noch nicht weiß, ob und wie viel seine Umfallversicherung zahlen wird: "Das werde ich wohl erst in einem Jahr erfahren."

Er macht sich fit

Der 48-Jährige und seine Frau danken allen, die sich schon an der Aktion "Franken helfen Franken" beteiligt haben, mit der die Bayerische Rundschau gemeinsam mit dem Caritas-Kreisverband die beiden Mainleuser unterstützen will. Jeder Euro, der auch in den nächsten Tagen auf das Spendenkonto eingeht (siehe "So können Sie Stefan Probst helfen"), kommt ihnen zugute.

Bis dato sind 3350 Euro auf das Konto eingezahlt worden, die in die Anschaffung eines Treppenliftes fließen. Im Wohnhaus muss ein Hängelift eingebaut werden, damit der 48-Jährige vom Erdgeschoss in das Schlafzimmer und Bad im ersten Stockwerk gelangt. Kosten: 18 000 Euro.

Rund 5000 Euro verschlingt ein Rollstuhl mit Elektroantrieb, den Stefan Probst benötigt. Denn ein gewöhnlicher reicht ihm nicht, da er seinen linken Arm nicht heben und sich deshalb auch nicht anschieben kann.

Er braucht ein neues Auto

Doch damit nicht genug. Stefan Probst braucht auch ein neues Auto, "das ich dann auch behindertengerecht umbauen lassen muss". Er will mobil bleiben, baldmöglichst wieder seine Arbeitsstelle in Bayreuth aufsuchen, wo Probst bei der Firma Veolia als Sachbearbeiter beschäftigt ist.

"Ich muss damit leben

"Ich werde mich durchkämpfen, Ich muss mit der Lähmung ja leben", sagt der 48-jährige Mainleuser, der seit vielen Wochen an den Fitnessgeräten im Therapieraum der Hohen Warte seine Oberarmmuskulatur stärkt. Wohl wissend, dass es ein Kraftakt wird, sein neues Leben zu meistern.

So können Sie Stefan Probst helfen

Die Mediengruppe Oberfranken erreicht über Zeitungen wie die Bayerische Rundschau sowie Internet-Angebote viele Menschen. Das will sie nutzen, um mit Hilfe des Spendenvereins "Franken helfen Franken" Geld für jene zu sammeln, die auf Hilfe angewiesen sind. Den Verein gibt es seit 2009, bislang sind 450000 Euro ausgeschüttet worden. Die Spenden gehen an gemeinnützige Initiativen, Projekte und Vereine. Info Infos zu unserer Spendenaktion gibt es auch online unter

franken-helfen-franken.de. Spendenkonto Sparkasse Bamberg; BIC: BYLADEM1SKB; IBAN: DE 62 7705 0000 0302 1945 01. Bitte bei der Überweisung als Verwendungszweck angeben: Hilfe für Stefan Probst