Auf der B85 im Kreis Kulmbach hat sich am Donnerstagabend (31. März 2022) ein schwerer Unfall ereignet. Wie die Polizei Kulmbach mitteilte, sind zwischen Lösau und Kirchleus zwei Autos frontal zusammen gestoßen. Mehrere Personen wurden schwer verletzt.

Gegen 18 Uhr war ein 74-Jähriger mit seiner Frau und einem Kleinkind im Fahrzeug in Richtung Lösau unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenspur geriet. Dort prallte der Mann mit dem Wagen einer 53-Jährigen aus Schleusingen zusammen.

Vier Erwachsene und Kleinkind bei Autounfall auf B85 schwer verletzt

Wie ein Sprecher der Kulmbacher Feuerwehr vor Ort im Gespräch mit der Fotoagentur News5 erklärt, wurde der Notruf über eines der Unfallautos ausgelöst. Dieser gab auch an, dass die Airbags ausgelöst wurden und mehrere Personen im Wagen waren. Alle vier Beteiligten des Unfalls wurden schwer verletzt.

Der Rettungsdienst brachte sie unter anderem mit drei Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden zur Klärung des Unfallhergangs die Autos sichergestellt. Außerdem wurden ein Sachverständiger hinzugezogen. Mit Unterstützung zahlreicher Feuerwehrkräfte wurde die B85 für die Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten komplett gesperrt. 

Wenn Kinder in so einen Unfall involviert sind, lässt es die Einsatzkräfte nicht kalt: "Wir sind natürlich auch Menschen. Auch für uns geht das nicht spurlos an uns vorbei", sagt Martin Schütz von der Polizei Kulmbach.

Ersthelfer verhielten sich vorbildlich

Vorbildlich verhielten sich am Unfallort mehrere Ersthelfer, sagte Yves Wächter, der Sprecher der Feuerwehr. Die nachfolgenden Autofahrer kümmerten sich demnach direkt um die verletzten Personen. Bevor die Rettungskräfte eintrafen, führten Ersthelfer sogar eine Reanimation durch. Diese war "erfolgreich", so Wächter. "Als dann die ersten Rettungskräfte eintrafen, ging es der Person schon wesentlich besser", erklärt Wächter. 

"Die Ersthelfer waren sichtlich aufgewühlt und haben versucht, die Feuerwehrkräfte, die zufällig vorbeigekommen sind, an jeden, der Hilfe benötigte, heranzubringen", so Wächter weiter. Den Überblick zu gewinnen, sei für die Ersthelfer zunächst schwierig gewesen. 

"Ersthelfer sind existenziell wichtig", betont auch Martin Schütz. "Sie können im Endeffekt nur das falsch machen, dass sie weiterfahren, ohne zu helfen." Jeder solle so helfen, wie es seine Fähigkeiten zulassen. Mindestens den Notruf abzusetzen, sei jedem zuzumuten.