Die World Of Medicine GmbH (WOM) wächst weiter am Standort Ludwigsstadt. Es ist erst knapp drei Jahre her, als das Unternehmen in Ludwigsstadt 3,9 Millionen Euro in eine neue Reinraumfabrik mit einer Nettogrundfläche von 2500 Quadratmetern investierte. Jetzt werden zwei Millionen Euro in die Erweiterung der Reinraumflächen investiert. Darüber hinaus, so Geschäftsführer Oliver Kupka, seien nochmals 5,3 Millionen Euro für einen nachhaltigen Ausbau der beiden WOM-Standorte in Ludwigsstadt und Reichenbach bis Ende 2017 geplant.

Wie Kupka auf Anfrage erklärte, habe man bereits in 2015 erkennen können, dass die Investitionsentscheidung über eine neue Reinraumfabrik richtig war. Die globalen Kunden schätzten sehr die Qualität der in Oberfranken produzierten Produkte. Hergestellt werden in den Reinräumen Schlauchsets und Zubehörteile für die minimal-invasive Chirurgie. Die Produktionsprozesse seien mit höchsten hygienischen Anforderungen verbunden. Es gehe darum, die Einmalartikel für medizinische Geräte keimfrei zu produzieren. Immerhin müssten die Produkte den höchsten Qualitätsansprüchen genügen müssen.

"Wegen des gestiegenen Kundenbedarfs und der positiven Geschäftsentwicklung reichen die neu geschaffenen Produktionsflächen nicht mehr aus", begründete Kupka die neue Investition. Dadurch entstehen zusätzliche Flächen von rund 1300 Quadratmetern für die Bereiche Spritzguss, Schweißen, Endmontage sowie für die Lagerung von sterilen Produkten. Geschaffen werden sollen auch über 30 neue Arbeitsplätze, um die sieben neuen Produktionslinien bedienen zu können.

Die verstärkte Investitionstätigkeit in der Region wertete Kupka als einen großen Vertrauensbeweis seitens der Geschäftsleitung in die Mitarbeiter vor Ort, die teilweise seit über 20 Jahren im Unternehmen sind. "Gut ausgebildete und loyale Mitarbeiter sind Vorteile, mit denen wir trotz der höheren Lohnkosten im Vergleich zu Osteuropa oder Asien trotzdem weltweit konkurrenzfähig sein können", betonte der Geschäftsführer.


Attraktiver Arbeitgeber

Um das angestrebte Wachstum zu erreichen, sind laut Kupka qualifizierte Mitarbeiter erforderlich. Die WOM, die auch Standorte in Berlin, Hong Kong und Orlando hat, versuche nicht zuletzt deshalb, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Personalleiterin Barbara Schöffel spricht diesbezüglich von Heimarbeitsplätzen, über 30 verschiedenen Arbeitszeitmodellen, finanziellen Anreizen wie Ergebnisprämien, betriebliche Altersvorsorge oder die Teilnahme an verschiedenen Gesundheitsaktionen und Sportevents.

Als einzigen Wermutstropfen fügt Geschäftsführer Oliver Kupka die angespannte Parkplatzsituation am Standort Ludwigsstadt an. Durch die erneute Investition sind die vorhandenen Grundstücksflächen maximal ausgeschöpft sind. "Wir stehen aber mit der Stadt Ludwigsstadt in engem Kontakt, um hier tragbare Lösungen zu finden", betont der Geschäftsführer.

Die WOM ist zudem Mitglied im Betreuungsnetzwerk "Lebensqualität für Generationen" (LQG). Aufgrund dessen, dass die Mitarbeiter in diesem Betreuungsnetzwerk Rat und Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen und der Betreuung von Kindern erfahren, sind Beruf und Familie besser miteinander vereinbar, ist Kupka überzeugt. LQG wurde im Jahr 2015 22-mal von Mitarbeitern der WOM kontaktiert. Als eine gute Sache wertet der Geschäftsführer zudem den Austausch der Unternehmen innerhalb des Netzwerkes, beispielsweise in Bezug auf Verbesserungen, Sozialleistungen und die Stärkung der Attraktivität in der gesamten Region.

Wie in vielen anderen Unternehmen genießt das Thema Ausbildung auch bei WOM einen hohen Stellenwert. Von einem Kennenlern-Event der neuen Auszubildenden in der ersten Woche bis hin zur kostenlosen Nutzung eines Autos für den leistungsstärksten Auszubildenden des zweiten Lehrjahres gibt es viele Angebote. Vorhanden sind laut Kupka auf alle Fälle hohe Übernahmechancen nach der Ausbildung. Zudem liegt der Unternehmensführung auch daran, den jungen Menschen nicht nur ein fachliches Know-How zu vermitteln, sondern auch deren Sozialkompetenzen zu stärken - beispielsweise durch Freizeitaktivitäten mit Flüchtlingen.