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Weißenbrunn
Gemeinderat

Weißenbrunn: Abschied ohne große Feier

In Weißenbrunn dankte Bürgermeister Egon Herrmann sieben Ratsmitgliedern und zwei Ortssprechern. Auch der Rathauschef selbst geht nach 18 Jahren im Amt.
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Unter Einhaltung der Abstandsregel und ohne Feier wurden in der jüngsten Ratssitzung die ausscheidenden Gemeinderäte durch Bürgermeister Egon Herrmann (vorne, Zweiter von links) verabschiedet. Links Klaus Hannweber (von Oktober 1995 bis 2002 Bürgermeister und von 2014 bis 2020 Dritter Bürgermeister), rechts Dieter Wolf (von Mai 1984 bis September 1995 Bürgermeister). Heinz Schubert (Zweiter von rechts) gehörte 42 Jahre dem Gemeinderatsgremium an.  K.- H. Hofmann
Unter Einhaltung der Abstandsregel und ohne Feier wurden in der jüngsten Ratssitzung die ausscheidenden Gemeinderäte durch Bürgermeister Egon Herrmann (vorne, Zweiter von links) verabschiedet. Links Klaus Hannweber (von Oktober 1995 bis 2002 Bürgermeister und von 2014 bis 2020 Dritter Bürgermeister), rechts Dieter Wolf (von Mai 1984 bis September 1995 Bürgermeister). Heinz Schubert (Zweiter von rechts) gehörte 42 Jahre dem Gemeinderatsgremium an. K.- H. Hofmann

Die letzte Gemeinderatssitzung in der Wahlperiode 2014/2020 verlief am Dienstag im Mehrzweckhaus äußerst harmonisch. Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) konnte sieben Ratsmitglieder zum 30. April aus ihrem Ehrenamt verabschieden plus zwei Ortssprecher. Er selbst scheidet ebenfalls nach 18 Jahren Bürgermeisteramt aus dem Gremium aus und fand warme Worte zum Abschied, der wie auch die Verabschiedung der Ratsmitglieder in ganz bescheidenem Rahmen und wegen der Corona-Pandemie ohne große Feier stattfand.

Auch wenn kein großer Festakt sein konnte, hatte es sich das Gemeindeoberhaupt nicht nehmen lassen, die ausscheidenden Räte selbst zu verabschieden. Zwar ohne Händedruck, dafür mit vorgeschriebenem Abstand und statt einer Urkunde mit einem historischen Wappen und Präsent. Allen voran das Urgestein im Gremium, Heinz Schubert (CSU), der seit 1978 ununterbrochen 42 Jahre dem Ratsgremium angehört.

Ferner wurden verabschiedet: Bernd Schneider (SPD), seit 1996 Gemeinderat und Dritter Bürgermeister von 2002 bis 2014; Dieter Wolf (SPD), von 1. Mai 1984 bis 30. September 1995 Bürgermeister und seit 2008 Gemeinderat; Klaus Hannweber (FW), von Oktober 1995 bis April 2002 Bürgermeister, von 2002 bis 2008 und von 2014 bis 2020 Gemeinderat und Dritter Bürgermeister; Christian Höfner (FW), seit 2005 Gemeinderat; Heinz Krause (FW), seit 2008 Gemeinderat; Klaus Ruppert (CSU), seit 2011 Gemeinderat. Als Ortssprecher wurden verabschiedet Heinrich Roth, Reuth, und Philipp Schwarz, Gössersdorf.

Bürgermeister Egon Herrmann dankte allen für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Gemeinde. Er stellte für seine 18 Jahre Dienstzeit als Bürgermeister fest, dass "die Zusammenarbeit im Gremium größtenteils von Sachdiskussion und zielorientiertem Handeln geprägt war." Selten sei die Sachebene verlassen und durch polemische Diskussion verdrängt worden. Ein Vorbild in der Auslegung des Gemeinderatseides sei für ihn Heinz Schubert. Schubert habe seine Meinung vertreten, wenn es sein musste bis hin zum Bürgerentscheid, sich aber immer bei der Abstimmung zum Wohle der Gemeinde entschieden.

Bürgerwohl als Richtschnur

Dem Wohle der Bürger und der Unternehmen in Weißenbrunn zu dienen, sei auch für ihn als Gemeindeoberhaupt stets Richtschnur des Handelns gewesen. In 18 Jahren habe er viele Netzwerke aufbauen und zu Behörden gute Beziehungen pflegen können. In seinen Dank schloss Herrmann die Regierung von Oberfranken und das Landratsamt mit den Landräten Oswald Marr und Klaus Löffler ein. Als Kreis- und Bezirksvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages habe er viele Begegnungen gehabt, die er zum Wohle der Bürger seiner Gemeinde, aber auch für Oberfranken nutzen konnte. Abschließend betonte Herrmann: "Ich war ein zufriedener und glücklicher Mensch vor meiner Zeit als Bürgermeister und ich bin es immer noch nach 18 Jahren Bürgermeisteramt." Dem neuen Bürgermeister und dem Ratsgremium wünschte Herrmann, dass sie mit Freude und guten Mutes an ihre Arbeit gehen. "Es lohnt sich jeden Tag, sich für unsere schöne Großgemeinde einzusetzen", gab er den neuen Mandatsträgern mit auf den Weg.

Dankesworte an die Ratskollegen sprachen Dritter Bürgermeister Klaus Hannweber, Zweiter Bürgermeister Michael Bohl, Günther Oßwald (SPD), Alexander Bauer (CSU), Heinz Roth (FW) sowie Christian Höfner (FW).

Es wurden vor den Abschiedsworten aber auch einige Beschlüsse gefasst. So wurde die Satzung über die Ergänzungssatzung für den Bebauungsplan für das Gebiet "Schiefermühle" in Hummendorf erlassen.

Die Jahresrechnung für 2018 wurde nach Vortrag des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Klaus Hannweber, mit einem Gesamtvolumen von 8,486 Millionen Euro und einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von 902 117,40 Euro festgestellt. Um weiter Stabilisierungshilfe beantragen zu können, musste der Hebesatz der Grundsteuer A von bisher 360 auf 370 v.H. angehoben werden. Die weiteren Hebesätze Grundsteuer B, 350 v. H. und Gewerbesteuer 340 v. H. bleiben unverändert.

Aus dem Gemeinderat

Anschaffung Der Bürgermeister informierte über die Anschaffung eines Traktors zum Preis von circa 129 000 Euro, der alte kann mit circa 21 000 Euro in Zahlung gegeben werden.

Grundschule Der Gemeinderat stimmte einer Fortführung des offenen Ganztagesangebotes an der Grundschule Weißenbrunn in den Jahrgangsstufen eins bis vier für das Schuljahr 2020/21 zu. Die Gemeinde beteiligt sich am Budget mit 5600 Euro je Kurzgruppe und mit 6150 Euro je Langgruppe.

Feuerwehr Es wurden folgende Kommandanten bestätigt. Feuerwehr Wildenberg: 1. Kommandant Benny Grampp, 2. Kommandant Tobias Bauer; Eichenbühl: 1. Kommandant Werner Murrmann, 2. Kommandant Manuel Schubert; Gössersdorf: 1. Kommandant Benjamin Ruppert, 2. Kommandant Peter Heuschmann.

Termin Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates mit Bürgermeister Jörg Neubauer findet am 12. Mai um 18 Uhr statt.