Bis zuletzt war es ein Geheimnis, dann zog das neue Wallenfelser Prinzenpaar in die vollbesetzte Halle des Kulturzentrums ein. Prinzessin Luisa I. und Prinz Christian I. (Luisa Mähringer und Christian Schmidt) führen die Narrenschar in der Flößerstadt heuer an.

Umringt von tollen Tanzgarden, der Kindergarde, der mittleren Garde und der Flößergarde sowie der flotten Ü 50-Garde, eröffneten die Regenten die sehr gut besuchte Premierenfeier beim ersten Büttenabend in der Stadt Wallenfels. Unter der Moderation von Werner Stumpf und Markus Haderdauer bevölkerten unzählige Aktive die Bühne. "Wallenfels entwickelt sich zu einer Tanzmetropole des Rodachtals", meinte Werner Stumpf angesichts der vielen Garden und Tanzgruppen. Und so verzauberten die Kleinsten mit ihrem Gardetanz Jung und Alt, die mittlere Garde war schon voll bei der Sache und die hübschen Damen der Flößergarde begeisterten wie eh und je. Wild ging es zu, als eine Horde Kosaken die Bühne stürmte und die Flößergarde in roten wilden Kostümen tanzte.


Ü 50-Garde gedopt?

Etwas gemächlicher, aber nicht weniger gekonnt zeigte die Ü 50-Garde ihr Können. "Wir sind keine Senioren", betonten sie immer wieder, obwohl Moderator Markus Haderdauer meinte, das seien "reifere Mädchen, die mit Franzbrantwein und Voltaren gedopt wurden". Auch der "Schlumpfen Cowboy Joe" durfte nicht fehlen und wurde als Strumpfhosentanz dargeboten.

Tolle Kostüme im Waldfeen-Look hatten die "Damen ohne Namen" angelegt. In der bunten Farbpalette von gelb bis rot zeigte sich das Feuer, das diese holden Maiden in sich tragen. Dann war es soweit: Die Flößergarde zeigte sich erstmals zu Melodien von den "Toten Hosen" in ihren neuen Gardekostümen und erntete dafür großen Beifall. Dass auch Männer tanzen können, bewies die Männertanzgruppe zu Melodien von den "Blues Brothers".


Humor ist Trumpf bei der Feuerwehr

Damit an diesem Abend nichts passierte, brachte Oberfeuerwehrmann Florian Zündschnur (Gaby Hofmann) seine Sicherheitstipps zur Sprache. Er empfahl, mit einem Seidla zu löschen, wenn's brennt. Er meinte zum Schluss: "Jetzt kinnt ie Euch aus!" Dass die Feuerwehr Schnaid Humor hat, bewies sie mit zwei Sketchen. "Im WC" spielte der eine, mit Karl Pöhner als Sängerin begeisterten sie beim anderen ("Glocken von Rom").

Schunkelrunden mit dem Ministrantenchor, das Lied des Elferrats "Über sieben Kneipen musst du gehen, sieben Weizen überstehn" und das Lied "Der Gewinne kriegt die Wöscht" mit Caro Wicklein, Elena Wich und Jaqueline Schmidt nach der Melodie von Abbas "The winner takes it all" lockten immer wieder den Faschingsruf "Alda Waaf" aus den Kehlen der Gäste.

Die "Drei Tenöre" Dominik Weiß, Markus Haderdauer und Chris Hofmann verbogen sich beim Singen. Die Lachmuskeln wurden arg strapaziert, als Edel Deckelmann und Gitte Schlee im Arbeitsamt außer Missverständnissen nicht viel zu Stande brachten. Edel Deckelmann, Gitte Schlee und Birgit Brehm machten beim Sketch "Liebhaber im Bett" aus den verräterischen sechs irgendwie die normalen vier Füße.


Zum Skalpell gegriffen

Jan Regel hatte offenbar genügend Wissen aus der Zeitung und aus Büchern, dass er einen Blinddarm auch im Wohnzimmer rausholen konnte. Mit Ehefrau Nicole Krump und Tochter Michelle Ketterer wollte er Sohn Jonas Michalka betäuben und aufschneiden. Maxi Zeitler löste in seiner Büttenrede Kreuzworträtsel. Den Schlusspunkt setzten die "Alten Ochsen", die Seniorengruppe der Ministranten, die als "Glaana Oxn" begeistert hatten.