Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates erläuterte Bürgermeister Peter Ebertsch (BfT), welche Projekte im Bereich der Städtebauförderung derzeit laufen. Dazu gehören Gebäude der Königlich Privilegierten Porzellanfabrik. Dabei geht es um einen Zuwendungsantrag für die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie sowie für den Grunderwerb und den ersten Bauabschnitt. Wie Bürgermeister Peter Ebertsch auf Anfrage erläuterte, soll im Rahmen einer Studie unter anderem die Bausubstanz des Gebäudes geprüft werden, welche Gebäudeteile weiterhin verwendet werden und wie Gebäudeteile der Porzellanfabrik künftig anderweitig genutzt werden könnten. Erst wenn diesbezüglich Ergebnisse vorliegen, könne man über einen Grunderwerb nachdenken. Von den förderfähigen Kosten in Höhe von 600 000 Euro können 90 Prozent an Förderungen erwartet werden.

Weiterhin zählen das Anwesen in der Hauptstraße 30 in Tettau (Abbruch des Gebäudes sowie Nachnutzung als Skaterpark). Hier sprach Ebertsch davon, dass der Grunderwerb noch nicht abschließend geklärt werden konnte.

Auch für das Anwesen Friedhofsweg 4 in Tettau wurde ein Zuwendungsantrag für den Grunderwerb und die Revitalisierung des Gebäudes und Außenbereich erstellt. Förderfähige Kosten sind 830 000 Euro, Förderung 90 Prozent. Hinzu kommt die ehemalige Porzellanfabrik Gerold in der Fabrikstraße, die Planungen für das Freizeitgelände in Tettau vom Bereich des Teichs bis zu den Tennisplätzen (förderfähige Kosten in Höhe von 1 031 143 Euro/Förderung 60 Prozent).

Weitere Projekte sind der Hammerbühl 2 (Grunderwerb sowie Abbruch und Neugestaltung der Freifläche) sowie das Projekt in der Christian-Hammerschmidt-Straße 10 in Kleintettau mit Grunderwerb sowie Abbruch und Neugestaltung der Freifläche.

Insgesamt, so der Bürgermeister, seien bei den angesetzten Kosten in Höhe von 2 912 203 Euro Fördermittel in Höhe von 2 311 730 Euro in Aussicht gestellt, davon 1 693 044 Euro in der ersten Antragstranche der Förderoffensive Nordostbayern-Oberfranken und 618 686 Euro aus dem regulären Städtebauprogramm. Der Eigenanteil des Marktes Tettau für die Umsetzung aller Projekte beträgt 600 573 Euro.


Neues Auto für Langenau

Die Langenauer Feuerwehr wird ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TF) erhalten. Das beschloss der Gemeinderat am Montagabend in seiner Sitzung. Zwischen 80 000 und 90 000 Euro will die Gemeinde hierfür investieren. 26 000 Euro davon werden an Förderungen erwartet. Die Kosten werden im Haushalt 2018 berücksichtigt. Die Anschaffung soll im Rahmen der "interkommunalen Beschaffung" zusammen mit den Gemeinden Stockheim und der Stadt Kronach, unter der Federführung Stockheim, getätigt werden. Wie Bürgermeister Peter Ebertsch erklärte, sei im Gremium ursprünglich beschlossen worden, dass neben Langenau auch die Schauberger Feuerwehr ein neues Fahrzeug erhält. Dann habe sich aber herausgestellt, dass in Schauberg der Stellplatz nicht ausreichend sei.

Bezüglich der Investition in ein neues TF hob der Bürgermeister das Engagement der Feuerwehrleute hervor. Er wies darauf hin, dass in Langenau Firmen angesiedelt sind und es neben dem Schutz der Bevölkerung auch um den Schutz der Arbeitsplätze geht. Ebertsch stellte klar, dass das Feuerwehrwesen eine kommunale Pflichtaufgabe sei. Die Gemeinden müssten - gäbe es die Freiwillige Feuerwehr nicht - viel mehr Geld aufbringen. "Die Feuerwehren verdienen es deshalb, mit moderner Technik ausgestattet zu werden!"

Im Rahmen der Sitzung wurde die Verwaltung mit einer Gegenstimme beauftragt, einen Förderantrag nach den Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas) 2016 zu stellen. Peter Ebertsch sprach von kräftigen Investitionen in die Wasserversorgung und -entsorgung. Im Abwasserbereich habe man dabei den Härtefall erreicht. Die Pro-Kopf-Belastung sei an das Wasserwirtschaftsamt weitergeleitet worden.
Weiterhin billigte der Gemeinderat den Bebauungsplanvorentwurf des Bebauungsgebiet Hammerbühl. Die Bürger sollen nun über die Planungen unterrichtet und -ebenso wie die Träger öffentlicher Belange - demnächst Stellung nehmen können.


Für Lkw-Verbot am Wildberg

Unter dem Punkt "Sonstiges" äußerte Bürgermeister Peter Ebertsch sein Unverständnis darüber, dass sein Kollege aus Judenbach, Albrecht Morgenroth, eine ganzjährige Sperrung für den Schwerlastverkehr am Wildberg nicht für notwendig hält. Zudem sollen erst die Ergebnisse von sechs Verkehrszählungen auf dieser Strecke abgewartet werden. Ebertsch bezeichnete diese Straßen zwischen Neuenbau und Tettau mit dem 60-prozentigen Gefälle als gefährlich. Das Gremium sprach sich schließlich mit einer Gegenstimme für eine Vollsperrung des Wildbergs für den Schwerlastverkehr aus.