Nach teilweise heftigen Niederlagen in den vergangenen Wochen hatte sich die neu formierte Truppe von Cheftrainer Andreas Lang einiges vorgenommen, um die Schmach aus dem letzten Heimspiel auszumerzen. Es kam aber anders - zumindest zunächst.
Geschockt waren Spieler, Betreuer und SV-Fans, als es nach nur 47 Sekunden schon 0:1 stand. Mit einer unglücklichen Aktion hatte ein Friesener Spieler das Leder unhaltbar für Torwart Marin Kiesewetter ins eigene Tor gewuchtet. Minuten später bot sich Gästespieler Ralf Stiefler die Chance zum 0:2, doch schob er den Ball weit über den Querbalken. In der 8. Minute hatte Innenverteidiger Lars Meyer mit einem Kopfball nach einer Ecke kein Glück.
Die Hausherren witterten Morgenluft und übernahmen das Kommando. Während dieser Drangperiode schienen die Gäste den Friesenern den Todesstoß zu versetzen.
Mit einer weiten Flanke über die gesamte SV-Abwehr düpierte Patrick Jordan die Heimelf, und Daniel Abraham-Lothes vollendete unbedrängt per Kopf (19.).
Die Gastgeber ließen sich aber nicht entmutigen. Kapitän Dominik Zwosta, der vorbildlich kämpfte und seine Kameraden immer wieder antrieb, gelang mit einem Drehschuss aus elf Metern der Anschlusstreffer (26.). Es war eine halbe Stunde gespielt, als sich den Platzherren gleich zweimal die Möglichkeit bot, noch vor der Pause auszugleichen. Um Haaresbreite zischte ein Gewaltschuss des starken Zwosta am ASV-Gehäuse vorbei. Und dann scheiterte der agile Frank Fugmann nach schöner Vorarbeit von Nico Fröba am Außennetz.
Mit dem Wiederanpfiff machten die Gastgeber weiter Druck. Schlitzohrig nahm Routinier Fugmann, der zu alter Höchstform zurückfand, einem Pegnitzer den Ball vom Fuß und drosch ihn unhaltbar zum 2:2 in die Maschen (53.).

Frank Fugmann scheitert

Die Gäste waren danach offensichtlich mit einem Punkt zufrieden und beschränkten sich im wesentlichen auf die Defensive. Lediglich Abraham-Lothes versuchte sich nochmals mit einem Distanzschuss, der jedoch am SV-Tor vorbeisegelte (63.). In der Schlussphase legte der eingewechselte Philipp Gleich für Fugmann auf, doch fand dieser in Schlussmann Dominik Schuster seinen Meister.
Das Remis war letztendlich auch gerecht. Zwar hat der SV Friesen erneut nicht gewonnen, doch zeigten die Neuzugänge Nils Firnschlid, Philipp Kestel, Hendric Marzog und Phlipp Gleich gute Leistungen. Deshalb braucht den SV-Verantwortlichen für die Zukunft nicht bange zu sein.
SV Friesen: Kiesewetter - Roger, Woitschitzke, Meyer, Zwosta, Fugmann, Krebs (80. Gleich), Scholz (46. Kestel), Firnschild (67. Marzog), Fröba, Köcher
ASV Pegnitz: Schuster - Rolzing (55. Hümmer), Müller, Jordan, Podgur, Stiefler, Wölfel, Tob. Scharrer (40. Eckert), Kretschmer, Th. Scharrer, Abraham-Lothes (70. Wittmann)
Tore: 0:1 Eigentor (1.), 0:2 Abraham-Lottes (19.), 1:2 Zwosta (26.), 2:2 Fugmann (54.)
SR: Wörtmann
Zuschauer: 105
Gelbe Karten: - / Kretschmer.