In Stockheim stehen Anfang 2017 Jahr Bürgermeisterwahlen an. Bürgermeister Rainer Detsch (FW) will dann seinen Hut erneut in den Ring werfen. Während die SPD aller Voraussicht nach keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken will, hält sich die CSU aktuell noch bedeckt.

Voraussichtlich, so Detsch, finden die Bürgermeisterwahlen in Stockheim am ersten Sonntag im Februar 2017 statt. Vor fünf Jahren sei er mit dem Ziel angetreten, im Falle seiner Wahl zwei Perioden als Bürgermeister zu "regieren". "Ich möchte das, was angestoßen wurde, auch begleiten und fortsetzen", sagt Detsch.
In diesem Zusammenhang spricht der 57-Jährige von Projekten, von Verbesserungen in der Daseinsvorsorge. "Es geht um eine urbane Entwicklung unserer Dörfer." Detailliert bedeutet das für ihn unter anderem die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplätze, Familienfreundlichkeit, Investitionen beispielsweise in den Bergbau und heimatnahe Erholungsmöglichkeiten.

Weiterhin ist ihm die Ausweisung von Baugebieten ebenso ein Anliegen wie Investitionen in infrastrukturelle Maßnahmen wie Wasser, Kanal, Abwasser: "Es gibt noch viel zu tun."
Während Detsch spricht, merkt man, er übt seinen Job mit Leidenschaft aus. Obwohl die Gemeinde lediglich knapp 600 000 Euro an Gewerbesteuereinnahmen verzeichnen kann, keine Strukturhilfen von der Staatsregierung erhält, liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei nur 558 Euro. Der Schuldenstand betrug Ende des Jahres 2015 2,8 Millionen Euro.

Fragt man Detsch, was denn nun das Besondere an seinem Job als Bürgermeister sei, sagt er spontan: "Man kann gestalten, ist nah am Menschen und kann helfen."
Außerdem sporne die Entwicklung in der Gemeinde an, weiterhin Bürgermeister zu sein - natürlich unter der Voraussetzung einer Wiederwahl.

Unter der Amtsführung von Detsch ist einiges passiert. Das Einkaufszentrum im Industriegebiet hat sich - entgegen einigen Skeptikern - bewährt. Derzeit verlagert die Firma Blumenröther ihren Betrieb in die Industriestraße. Zugleich wird in diesem Bereich eine Tankstelle gebaut. Weiterhin erfolgt in wenigen Wochen der Spatenstich für den Erweiterungsbau des Business- und Wellnesshotels Rebhan in Neukenroth. Zudem soll auch die Dorferneuerung in Reitsch in Angriff genommen werden. "Es bewegt sich einfach etwas", freut sich Detsch.
Detsch will weiterhin daran festhalten, pro Jahr zwei Ortsstraßen zu sanieren. Außerdem setzt er auch auf die eigene Wasserversorgung. Dass die gemeindeeigenen Brunnen qualitativ einwandfreies Wasser liefern, führt Detsch auf die permanenten Investitionen auch durch seine Vorgänger sowie auf die Einstellung eines ausgebildeten Wasserwartes zurück. Fremdwasser zu beziehen, sei im Gemeinderat noch nie ein Thema gewesen.
Stockheim ist wohl auch eine der wenigen Gemeinden im Landkreis, die kaum Leerstände zu verzeichnen haben. Die Eigentümer seien in der Regel darum bemüht, ihre Wohnräume mit Leben zu erfüllen. Detsch spricht aber auch von Glück, davon, dass er es gut kann mit seinem Gemeinderat und seiner Verwaltung. "Auch das ist Motivation für mich."

Dass der Bürgermeister eine gute Arbeit macht, davon ist auch SPD-Fraktionsvorsitzender Joachim Beez überzeugt. Die SPD habe Detsch schon vor sechs Jahren unterstützt. "Der Mann leistet gute Arbeit", lässt Beez keine Zweifel an der Arbeit von Detsch aufkommen. Deshalb werde die SPD auch von einem eigenen Kandidaten Abstand nehmen.

Die CSU-Fraktionsvorsitzende, Silvia Weisbach, hält sich dagegen bedeckt. Innerhalb der Fraktion sei darüber noch nicht offiziell gesprochen worden. Daher wolle sie zu diesem Thema aktuell keine Auskunft geben.