Die Orchesterschule Pressig-Stockheim befindet sich im 19. Jahr ihres Bestehens weiter auf Erfolgskurs und beweist damitKontinuität. Das stellten Dritter Bürgermeister Klaus Dressel (Pressig) sowie Zweiter Bürgermeister Siegfried Weißerth (Stockheim) beim Abschlusskonzert im vollbesetzten Possecker Pfarrheim fest. 50 Schüler hatten zusammen mit ihren Lehrkräften ein breitgefächertes Programm einstudiert, das vielfältige Stilrichtungen repräsentierte. Musikalischer Leiter Andreas Thiel moderierte die gelungene Abschlussveranstaltung.

"Die Ausbildung und Begeisterung junger Menschen liegt uns am Herzen", betonte der Vorsitzende der Einrichtung, Matthias Grebner. Zur aktuellen Situation sagte er, dass 104 Schüler von 17 Lehrkräften unterrichtet werden. Die Orchesterschule sei für die gesamte Region von Bedeutung. Vor allem profitierten aber die beteiligten Musikvereine aus Stockheim und Pressig, stellte Grebner dankbar fest. "Durch hochqualifizierte Lehrkräfte ist für die Buben und Mädchen ein guter Start geboten."

Beispielhaft sei vor allem die konstruktive Zusammenarbeit der Musikkapellen. Schließlich setze Musizieren kreative Kräfte frei.

Dressel würdigte das ehrenamtliche Engagement der Vorstandsmitglieder und Vereinsfunktionäre. Seiner Meinung nach ist die Orchesterschule "eine hervorragende kulturelle Einrichtung, denn Übung macht den Meister".

Und in der Tat: Die nachfolgenden 49 Programmpunkte ließen recht deutlich die umfangreichen Aktivitäten von Lehrern und Schülern erkennen. Blechbläser, Holzbläser, Schlagzeuger, Trompeter, Posaunisten und Klarinettisten erzeugten mit ihren herzerfrischenden Auftritten Hochstimmung bei den Eltern. Zum Einsatz kamen außerdem Klavier, Keyboard, Waldhorn und Flügelhorn - und das gute zwei Stunden lang.

Den Konzertreigen eröffneten die Kinder der musikalischen Früherziehung mit dem Blumentanz. Betreut wird die Gruppe von Miriam Baierlipp und Julia Fischer. Ihre ersten Urkunden erhielten Lucy Bischoff, Runa Brandl, Helena Eberle, Merle Eidloth, Florian Löblich, Tim Münch, Julia Stingl und Clara Wich.

Furios starteten die Schlagzeuger Niklas Jungkunz, Sven Schnappauf und Jakob Madewitz. Sophie Welscher erinnerte am Keyboard mit "Rock Around The Clock" an die uralte Rockszene mit Bill Halley. Anschließend bewiesen am Klavier Josua Wicklein und Antonia Grau, dass sie gute Fortschritte erzielt haben. I

hr Bestes gaben auch die Schüler von Stefan Reuther, Hanna Vogel und Emily Weiß. "Hey, Pippi Langstrumpf" präsentierte Lehrkraft Julia Fischer mit ihrer Schülerin Marie Mantey.

Einer der Höhepunkte war allerdings der Titel "Astronaut", dargebracht von Benedikt Müller und Max Porzelt mit Lehrerin Katharina Hargens. Erstmals in der 19-jährigen Geschichte der Orchesterschule wurde Gitarrenklänge mit Gesang von Max Porzelt bereichert.

Mit Gefühl und spielerischer Leichtigkeit interpretierten die Nachwuchsmusikanten ihre immerhin 49 Titel des ausgewogenen Programms. Für den gelungenen Abschluss eines eindrucksvollen und kurzweiligen Konzertabends sorgten das Gitarrentrio Elisa Zehnter, Christina Lifka und Lehrerin Katharina Hargens mit "Say You Won't Let Go". Das Publikum dankte mit Riesenbeifall.

Info zur Orchesterschule
Die Einrichtung wurde 1999 gegründet. Jährlich werden rund 100 Kinder und Jugendliche von bis zu 17 Lehrkräften in verschiedenen Instrumentalgruppen ausgebildet. Ergänzend zu den praktischen Unterrichtseinheiten werden theoretische Kenntnisse und das Ensemblespiel vermittelt.

Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand setzt sich aus Mitarbeitern der beiden Trägergemeinden Pressig und Stockheim sowie den Vertretern der beteiligten Musikvereine zusammen.