• Weihnachtsmarkt in Kronach abgesagt
  • Corona-Lage: Veranstalter nennt moralische Gründe als Auslöser
  • Christkind hat einen kleinen Trost für Kinder

Nach vielen Überlegungen des Kronach.er.leben e.V. in Absprache mit der Stadt Kronach ist nun eine Entscheidung gefallen: Der Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz muss in diesem Jahr ausfallen. "Wir hatten schon ein Konzept mit 2G, speziellen Kontrollen, Einlass- und Auslassregeln und Securitys, aber die Grundvoraussetzung dafür war immer die Frage, wie sich die Lage entwickelt", erklärt Johannes Fehn aus dem Vorstand des Vereins inFranken.de.

Weihnachtsmarkt in Kronach abgesagt: Situation "drumherum" passe nicht

Die aktuell immer weiter steigenden Zahlen sind deshalb auch der Auslöser für die Absage. "Wir bauen ja nicht aus Spaß an der Freude ein paar Hütten auf, wie wir es jetzt schon gemacht haben, und hauen dann ein No-Go rein", erklärt Fehn. "Wir wollten den Weihnachtsmarkt schon haben, aber da muss dann eben auch die ganze Situation drumherum passen und die passt eben im Moment nicht."

Leicht gefallen sei die Entscheidung trotzdem nicht, erklärt der Verein auch auf Facebook. "Es ist immer wieder schwer. Ich persönlich finde es sehr schade, aber ich war für eine Absage", so Fehn. "Mir ist die ganze Lage einfach zu suspekt, wenn ich sehe, wie einer nach dem anderen im Krankenhaus liegt und die Zahlen nach oben schnellen und da soll man dann in Ruhe feiern, das passt nicht zusammen." Entscheidungen, wie die Absage des diesjährigen Weihnachtsmarktes, hingen außerdem mit Moral zusammen. "Und moralisch finde ich es im Moment nicht vernünftig", erklärt Fehn weiter.

Unter dem Facebook-Post sammeln sich bedauernde und verständnisvolle Kommentare, aber auch Konzeptvorschläge oder ein klares "Voll dumm" sind dort zu lesen. "Ich versuche, sowas zu ignorieren. Am Anfang habe ich gesagt: 'Okay, werde Mitglied bei uns im Verein, dann kannst du dich miteinbringen'. Sich hinsetzen und Kommentare abgeben kann jeder, aber Mitglied werden und schauen, wie man helfen kann, ist eben was anderes", sagt Fehn.

Kronacher Christkind will Briefe von Kindern beantworten

Einen Trost für die Kinder gibt es dennoch, erklärt der Verein auf Facebook: Ab dem ersten Advent soll am Marienplatz ein Briefkasten aufgestellt werden, in den Briefe an das Christkind eingeworfen werden können. Die sollen dann auch beantwortet werden. Außerdem will das Christkind online Geschichten vorlesen, die auf die Weihnachtszeit einstimmen. Diese sollen dann über Facebook, Instagram oder auf der Website abrufbar sein.

In Erlangen dagegen sollen sogar drei Weihnachtsmärkte und weitere Aktionen stattfinden können. Was die Besucher*innen in diesem Jahr erwartet, erfährst du hier.