Mit dem Spatenstich in der Industriestraße hat gestern für die Maschinenfabrik Hans Weber die heiße Phase des Neubauvorhabens begonnen. Geht alles nach Plan, soll bereits im September 2016 in der neuen Fertigungs- und Montagehalle produziert werden.

Entstehen wird in den nächsten Monaten ein rund 2600 Quadratmeter großes Gebäude, in dem neben dem Fertigungsbereich auch neue Sozial- und Sanitärräume entstehen. Weiterhin sollen im zweiten Stock des Gebäudes Meisterbüros untergebracht werden.


Nur Verwaltung bleibt


Wie Firmenchef Johannes Weber, der zusammen mit seinen Brüdern Georg und Michael Weber sowie seinem Sohn Markus das Unternehmen leitet, erläuterte, soll nach Fertigstellung der Halle der gesamte Produktionsbereich vom Stammwerk in der Bamberger Straße ins Werk II in der Industriestraße verlegt werden.
In Werk I soll künftig nur noch die Verwaltung bleiben.

Rund drei Millionen Euro investieren die Webers in dieses Projekt und stellen somit die Weichen für die Zukunft. In dritter Generation führen Johannes, Georg und Michael Weber das Familienunternehmen. Die vierte Generation ist mit Markus Weber seit knapp sieben Jahren integriert.


Rund 50 Auszubildende


Rund 370 Beschäftigte stehen derzeit bei der Maschinenfabrik Weber in Arbeit und Brot. Mit rund 50 Lehrlingen ist die Ausbildungsquote überdurchschnittlich hoch. Wie Markus Weber erklärte, setzt die Unternehmensführung auf eigenen Nachwuchs, der auch mit der Region verwurzelt ist. Denn: "Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter lange bei uns sind!"

Die über 100 Jahre alte Maschinenfabrik hat zwei Produktlinien: Kunststoff-Extruder sowie Schleifmaschinen für Holz und Metall. Diese Schleifmaschinen, zuerst für Schiefertafeln, später auch für Holz und Metall, waren früher das Hauptstandbein der Firma. In den 1960er-Jahren kam die Kunststoffverarbeitung hinzu und die Schleifmaschinen verloren etwas an Bedeutung. Seit Anfang der 80er-Jahre werden diese aber wieder gebaut.
Hergestellt werden bei Weber beispielsweise Maschinen, mit denen die Kunden Fensterprofile oder Rohre fertigen. Hier liegt der Marktanteil bei 70 Prozent.

Auch bei den Maschinen, die Rohre fertigen, hat das Kronacher Unternehmen einen sehr hohen Marktanteil. Die Schleifmaschinen werden zur Holz- und Metallverarbeitung eingesetzt. Kunden sind hier die Holz- und Möbelindustrie, blechverarbeitende Betriebe und Firmen aus dem Automobilbereich.

Die Investition in die neue Montage- und Fertigungshalle sei wegen der begrenzten Kapazitäten notwendig geworden, erklärte Michael Weber. Nach Fertigstellung des Projektes habe man nicht nur mehr Platz, sondern könne zudem die Endmontage kostengünstiger und effektiver tätigen.


Nur Firmen aus der Region


Der Architekt Winfried Lebok wies abschließend darauf hin, dass bei der Realisierung der neuen Montage- und Fertigungshalle ausschließlich Firmen aus der Region die Aufträge erhalten.