Das Kronacher Freischießen 2017 wird bis auf eine Einschränkung wie geplant stattfinden. Lediglich am Tag vor Mariä Himmelfahrt (14. August) wird eine der geplanten XXL-Nächte entfallen. Das ist das Resultat der etwa dreistündigen Verhandlung wegen der Öffnungszeiten des Kronacher Freischießens vor dem Verwaltungsgericht in Bayreuth am Freitagvormittag.

Es wurde beschlossen, das Verfahren vorläufig ruhen zu lassen. Weiterhin einigten sich beide Streitparteien darauf, dass schalltechnische Grundlagen für spätere Vergleichsgespräche ermittelt werden sollen. Im Gegenzug sicherte der klagende Nachbar zu, gegen den Bescheid der Stadt für das Freischießen 2017 keine Rechtsmittel einzulegen.


Auf dem Prüfstand

Hintergrund ist, dass ein Anwohner aus der zum Festplatz benachbarten Alten Ludwigsstädter Straße sich durch den Lärm zu später Stunde - ganz besonders in den XXL-Nächten - belästigt fühlt. Darum kam der Bescheid der Stadt Kronach über Öffnungszeiten und Lautstärke des Festbetriebs am heutigen Freitag ab 9.40 Uhr beim Verwaltungsgericht auf den Prüfstein.

Das Volksfest im Jahr 2017 stand allerdings nur indirekt zur Debatte, da sich die Klage auf den Bescheid für 2016 bezog.

Das Freischießen wird von der Schützengesellschaft Kronach ausgerichtet. Weil der erforderliche Bescheid hierfür jedoch von der Stadt ausgestellt wird, fiel die Angelegenheit in die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts.