"Leider haben wir es diesmal wieder nicht geschafft, uns für den Landeswettbewerb zu qualifizieren. Aber einmal klappt es bestimmt", sagte Katharina Wunder, Bereitschaftsleiterin der Rotkreuz-Bereitschaft Steinwiesen und Jugendrotkreuzleiterin.

Zusammen mit ihrer "tollen Truppe" waren sie und Betreuer Michael Wunder zum Bezirkswettkampf des Jugendrotkreuzes (JRK) nach Langenzenn gereist, um dort mit zwei Gruppen anzutreten. Die Stufe I - die "glaan Rettungs(b)engela"- und Stufe III - "die Rettungs(b)engela" - vertraten zusammen mit "den Groußn" vom JRK Kronach den Kreisverband.

38 Gruppen aus 16 BRK-Kreisverbänden waren angetreten, um an drei Tagen in Langenzenn (Kreisverband Fürth) einen Wettstreit auszutragen, bei dem es um Wissen und Können rund um das Rote Kreuz ging.
Die Steinwiesener hatten bereits Erfahrung bei Bezirkswettkämpfen sammeln können, waren sie doch schon 2013 und 2014 beim Bezirkswettbewerb dabei und belegten sehr gute Plätze. Jedes Mal jedoch schrammten die Jugendlichen der Stufe I immer knapp an der Teilnahme zum Landeswettbewerb vorbei.

Beim Bezirkswettkampf in Langenzenn drehte sich alles um die MUNUFEU-Grundsätze des Roten Kreuzes (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität). Bereits am Freitag ging es bei der "Kreativ" Station darum, im Team Werbebanner für diese Grundsätze zu gestalten, in der Stufe I mit einem und in der Stufe III mit allen Grundsätzen. Am Samstag dann stand der große Wettbewerbsparcours auf dem Plan. Quer durch die Ortschaft entlang der Zenn waren die verschiedenen Wettbewerbsstationen aufgebaut.

Bei der Kerndisziplin "Erste-Hilfe-Praxis" konnten die "glaan Rettungs(b)engela" die meisten Punkte aller Teilnehmer in der Stufe I verbuchen (74 von 80 Punkten). Es galt zwei Patienten zu versorgen, die sich beim Toben auf einem Abenteuerspielplatz verletzt hatten. Ein Mädchen hatte das Bewusstsein verloren und sich eine Kopfplatzwunde zugezogen, der Junge hatte starkes Nasenbluten.

Hier galt es schnell zu handeln, den Notruf (112) abzusetzen und die Bewusstlose nach der Atemüberprüfung in die stabile Seitenlage zu bringen. Die Wunde zu versorgen und die Patientin warm zu halten, war für die Steinwiesener JRK'ler selbstverständlich.

Der zweite Patient musste betreut und im Nacken gekühlt werden. Mit Bravour wurde diese Übung geschafft und mit Fragen in "Erste-Hilfe-Theorie" (Verhalten bei Nasenbluten), "Rotkreuz-Wissen" (Wieviele Bezirksverbände gibt es) und "Wissen erleben" ging der Parcour weiter. Spielestationen begeisterten die Jugendlichen und Kinder, war doch nicht nur Wissen, sondern auch Geschicklichkeit und spielerisches Können gefragt.

Mit ihrem Können und gutem Wissen sicherten sich die Jugendrotkreuzler aus Steinwiesen in der Stufe I mit 257 Punkten den dritten Platz in einem Feld mit elf teilnehmenden Gruppen.

Für die "Rettungs(b)engela", die in der Stufe III starteten, war die Aufgabenstellung anspruchsvoller. So mussten drei Patienten bei der Erste-Hilfe-Praxis versorgt werden. Und es galt, nach der Diagnose Sonnenstich, einer Fraktur am Handgelenk und einem Sonnenbrand an Armen und Unterschenkeln mit Verbrennungen zweiten Grades am kompletten Rücken, schnell und effektiv zu helfen.

Auch die "Erste-Hilfe-Theorie", die unter anderem Fragen wie "Welche Symptome können auf eine Wirbelsäulenverletzung hindeuten?" und "Wobei und wo entsteht CO, CO2 " Nenne Beispiele" war nicht immer leicht. Doch die Teilnehmerinnen aus Steinwiesen schlugen sich wacker und konnten zum Schluss den fünften Platz mit 23 Punkten in einem Zehnerfeld festigen. Im Bereich "Kreativ" erreichten sie sogar von allen Gruppen die meisten Punkte (37 von 40).

Auch "di Groußn" des Jugendrotkreuzes Kronach vertraten ihren Kreisverband mit Bravour. Einen vierten Platz bei 10 teilnehmenden Gruppen in der Stufe II nahmen die Jungen und Mädchen mit nach Hause. "Bei uns war das auch ganz knapp. Hätten wir zwei Punkte mehr gehabt, wären wir zweiter geworden", sagte Betreuerin Claudia Wellach.