Die Kirche und der Friedhof in Zeyern sollen für gehbehinderte Besucher zugänglicher gemacht werden. Geplant ist, an der Pfarrheimseite die rechte Außentreppe zum Kirchenvorplatz abzubrechen. Das Pflaster soll ausgebaut und der Aushub hergestellt werden. Der barrierefreie Zugang wurde bereits mit der Denkmalbehörde abgesprochen.

Jetzt steht einer Verwirklichung des Vorhabens nichts mehr im Wege, denn der Gemeinderat hat am Montag in seiner Sitzung einstimmig beschlossen, für diese Maßnahme 50 Prozent der Kosten (7500 Euro) zu übernehmen. Aufgrund der Eigentumsverhältnisse wird das Bauvorhaben von der Kirche durchgeführt.

Der Antrag der ÜWG-Fraktion auf Absenkung der Bordsteine an den Fußgängerüberwegen in Zeyern wurde bis auf weiteres zurückgestellt. Denn wenn die Umgehung von Zeyern fertiggebaut ist, soll im Nachgang geprüft werden, ob Ampelschaltungen noch notwendig sind. Dass die Gemeinde mit den Jagdgenossenschaften ein gutes Miteinander pflegt, wurde daran deutlich, dass sich die Mandatsträger einstimmig für eine gemeinsame Anschaffung eines Planiergerätes für die Wegepflege aussprachen.

Bürgermeister Norbert Gräber wies darauf hin, dass nicht nur die privaten Land- und Forstwirtschaftswege durch die Jagdgenossenschaften unterhalten werden müssen, sondern auch die Gemeinde habe Wege zu pflegen. An jährlichen Sanierungskosten fallen für die kommunalen Wege rund 20 000 Euro an. Wenn die Wege gepflegt seien, so Gräbner, steige nicht nur die Attraktivität der Kommune im Freizeitbereich, sondern auch die jährlichen Sanierungskosten würden sinken.

Jagdvorstand Reinhard Schwemmlein sprach davon, dass Internes, wie beispielsweise welchen Anteil jeder Beteiligte zum Unterhalt beitragen müsse, ausgearbeitet werde. Beispielsweise könnte nach Stunden- oder Kilometeranteilen abgerechnet werden. Die 11 000 Euro Investitionskosten für das Planiergerät werden nun zu jeweils 50 Prozent zwischen Kommune und Jagdgenossenschaften in Marktrodach aufgeteilt.

Bezüglich des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) sprach Gräbner davon, dass dem Markt von der Regierung von Oberfranken zugesichert worden sei, die Machbarkeitsstudien zum weiteren Umgang mit dem Anwesen Friedhofstraße 3, inklusive Schallersgarten und Scheune, Hauptstraße 29 und dem alten Rathaus in Oberrodach zu fördern. Dafür müsse allerdings ein Förderantrag gestellt werden. Dem stimmte das Gremium einstimmig zu.

Kurz notiert aus dem Gemeinderat

ISEK Bürgermeister Norbert Gräbner (SPD) erinnerte an den "Tag der Städtebauförderung". Zahlreiche Marktrodacher hätten die Gelegenheit genutzt, bei einem gemeinsamen Spaziergang die Projekte des "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts" (ISEK) zu besichtigen.

Ehrenamt Danke sagte der Bürgermeister außerdem den Marktrodachern für ihr ehrenamtliches Engagement bei der "Zamm geht's Aktion". Verschiedene Gruppen und Bürger hatten sich eingefunden, um Spielplätze und öffentliche Flächen zu säubern. Gräbner bedankte sich aber auch bei Allen, die während des ganzen Jahres für das Gemeinwohl arbeiten. Er wies darauf hin, dass viele "Hilfen im Kleinen große Wirkung haben".

Tourismus Bürgermeister Gräbner wies auf den neuen Flyer der Gemeinde hin. Das Faltblatt soll bei Gästen aus nah und fern den "Appetit auf Marktrodach" anregen.

Verkehr Der Bürgermeister informierte über die Sanierungsarbeiten an der Kirche in Unterrodach. Dadurch komme es im Bereich der Kirche und des Rathauses zu Parkplatzproblemen. Es werde gebeten, auf dem Parkplatz gegenüber der Sparkasse zu parken.

Verkehr Bezüglich der Beschwerden von Anliegern über das Parken von Klein-Lkw in Wohngebieten meinte der Bürgermeister, dass es aufgrund der bisherigen Rechtslage keine Vorschriften gebe, die es untersagen, dass Kraftfahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 t im öffentlichen Straßenraum parken dürfen.

Bauanträge Der Bauantrag auf die Errichtung einer Werbeanlage in der Stadtsteinacher Straße 21 in Seibelsdorf durch Plotzki-Außenwerbung wurde abgelehnt, wie auch schon in der Oktobersitzung 2016. Laut Landratsamt ist die Werbeanlage bauplanungsrechtlich aber zulässig. Wie der Bürgermeister erklärte, will die Gemeinde dort ein Bushäuschen errichten. Die Haltestelle direkt an der B 303 könnte dann nach hinten verlegt werden, was Gefahren für wartende Fahrgäste reduzieren würde.

Hinweis Ein Schwimmkurs für Schüler startet am Sonntag, 25. Juni, um 10 Uhr im Schwimmbad. Anmeldeformulare gibt es im Rathaus.