"Auch wenn das Wetter heute nicht so mitspielt - ich bin mir sicher, dass wir heute alle beschwingt nach Hause gehen werden." Klaus Morsch, Schulleiter des Frankenwald-Gymnasiums, hatte in seiner Begrüßung zum Sommerkonzert nicht zu viel versprochen.

Denn nach zwei Stunden mitreißender Melodien und Gesänge gab es für die Darbietungen der Chöre und Ensembles minutenlangen Applaus. Das lag vor allem an der musikalischen Qualität der Darbietungen, aber eben auch an der Programmzusammenstellung, für die vor allem Christiane Stömer-Rauh und ihre Musikkollegin Stefanie Bär verantwortlich waren.

Lächeln auf Gesichter gezaubert

Immer wieder gelang es den Interpreten den Zuhörern mit fröhlichen und eingängigen Melodien ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Großen Anteil daran hatte auch der äußere Rahmen des
Konzertabends. Denn aufgrund der Sanierung des Kreiskulturraums war das FWG gezwungen, nach einem passenden Ausweichort zu suchen. Dass sich die Maximilian-von-Welsch-Realschule und deren Schulleitung bereiterklärt hatten, dem FWG diese Spielstätte zu Verfügung zu stellen, bezeichnete Klaus Morsch als absoluten Glücksfall.

Das Schulorchester unter der Leitung von Stefanie Bär sorgte mit "Summer nights" aus dem Musical "Grease" für den Auftakt und überzeugte auch beim anschließenden "The Music of the Night" aus dem "Phantom der Oper" mit einer bemerkenswert sauberen Intonation.

Dass der letzte Buchstabe beim "FWG" mittlerweile für "Gesang" stehen könnte, unterstrich die Vielzahl an Sängern, die auf die Einrichtung der Chorklassen am FWG zurückzuführen ist. Unter der Leitung von Grit Pehle setzte hier die 5c ein erstes Zeichen mit frohen und eingängigen Melodien, wie zum Beispiel beim "Summer Holiday".

Neben einer eigenen kleinen Bandbegleitung hatten die jungen Sänger 23 Luftballons dabei, die sie am Ende von Nenas Hit "99 Luftballons" aufsteigen ließ. Die 23 stand dabei für die Größe der Klasse.

Chorklassen zahlen sich aus

Wenn man aber Sänger des Konzertabends zusammenzählt, hätten selbst Nenas 99 Luftballons nicht ausgereicht, denn wenig später betrat mit der 6c gleich die nächste Chorklasse die Bühne. Und nicht nur bei "Wie die Welt leuchtet" war unüberhörbar, welch große Entwicklung die Schüler in ihrer mittlerweile zweijährigen Chorausbildung bei Christiane Stömer-Rauh vollzogen haben.

Noch einen Schritt weiter ist der Unterstufenchor, der von Stefanie Bär geleitet wird. Besonders deutlich wurde dies bei "Sing mal wieder" aus der Feder der "Wise Guys". Titel und Art der musikalischen Umsetzung passten auch hier wieder perfekt zusammen.

Das Querflöten-Ensemble stimmte den "Türkischen Tanz" von Wolfgang Amadeus Mozart an, und auch das "Caprice for Clarintes" von Clare Grundman bot technisch anspruchsvolle Kost, die das Klarinetten-Ensemble gekonnt meisterte.

Präzision bei der Big Band

Höchste Anerkennung hatte sich die Big Band verdient. Mit Leichtigkeit und großem Gespür für Dynamik verwandelten die Musiker die Aula der RS I nahezu in einen Tanzsaal. Dabei gelang der Big Band mit großer rhythmischer Präzision selbst die Umsetzung des schweren 5/4-Takts bei "Sunny" von Bobby Hebb und John Berry.

Das Arrangement von Mike Lewis zum bekannten "Take Five" erlaubte es außerdem, dass beispielsweise David Staufer (Saxophon) oder Carolin Kremer (Trompete) auch ihr solistisches Können immer wieder unter Beweis stellten. Und nicht zuletzt mit dem "Via la vida" der britischen Popband "Coldplay" trafen die Musiker hinsichtlich der Botschaft des Abends erneut ins Schwarze: "Es lebe das Leben!"

Zum hatte der "Große Chor" mit der Leiterin Christiane Stömer-Rauh seinen Auftritt. Mit der Ballade "I have a dream", die nur von den weiblichen Stimmen des Chores präsentiert wurde, wurde das Publikum zunächst verzaubert, um dann mit Verstärkung der Männerstimmen beim Medley "The Beat goes on" endgültig aus den Sitzen gerissen zu werden. Das Stück fasste Lieder wie "Barbara Ann", "Splish Splash", "Beat It" und "What a Feeling" perfekt zusammen. Und dass das Publikum selbst nach diesem 20minütigen Auftritt noch nicht genug hatte, unterstrich die große Klasse des Chors.

Leon Hofmann, Sophia Malter, Dominik Richter und Johanna Thron führten mit kurzen Ansagen durch den Abend.