Zum Festgottesdienst um 9.30 Uhr sind alle Gläubigen in die Klosterkirche eingeladen. Der Musikverein Birnbaum wird den Gottesdienst musikalisch umrahmen.

Pater Werner Pieper wurde im April 2013 als Rektor in das Oblatenkloster nach Kronach berufen. "Das war für mich eine Überraschung, denn immerhin war ich als 68-Jähriger in einem Alter, in dem andere in Rente gehen", sagt er schmunzelnd.

"Doch der Aufgabe habe ich mich gestellt und bin froh und erfreut, wie herzlich ich im Frankenwald aufgenommen wurde. Der Frankenwald war damals für mich eine völlig unbekannte Region und daher war die Berufung für mich sehr spannend. Heute kann ich sagen, es war sehr wohltuend für mich, wie freundlich ich aufgenommen wurde, wofür ich sehr dankbar bin.

"Ich bin sehr gerne hier"

Auch wenn ich bei Sonntagsgottesdiensten in das Schiff der Klosterkirche schaue, ist diese
immer gut besetzt, was auch einen Priester Mut macht, wenn so viele Christen ihren Glauben immer wieder bekennen. Das gilt aber auch für die Teilnahme an Beichten und Beichtgesprächen, auch hier kann man von aktiven Christenleben sprechen. Ich bin sehr gerne hier", stellt Pater Pieper, wieder mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen, fest.

Der 1944 in einem Ort in der Nähe von Münster/Westfalen geborene Pater der Oblaten der unbefleckten Jungfrau Maria (Oblati Mariae Immaculatae, OMI) wurde am 9. Juni 1974 in seiner katholischen Heimatgemeinde St. Joseph in Münster durch Bischof Reinhard Lettmann zum Priester geweiht. Es folgten viele Stationen auf seiner missionarischen Reise.

Pfarrhaus war im Campingwagen

Geprägt haben ihn vor allem zwei Extreme, sagt er. Bei der Touristenseelsorge auf der westfriesischen Nordseeinsel Texel herrschte immer Ferienatmosphäre und das Pfarrhaus war in einem Campingwagen, erinnert sich der Pater - und an Begegnungen vieler Menschen unterschiedlichster Herkunft.

Ein zweites Extrem war für Pater Pieper die Krankenhausseelsorge, in der er viele Jahre wirkte, in verschiedenen Kliniken Patienten seelsorgerisch betreute und ihnen geistlichen Beistand in schweren Stunden leistete.

Heute liegt ihm im Oblatenkloster in Kronach besonders der Zusammenhalt der Gemeinschaft der kleinen Kommunität am Herzen. Einige Pater aus der Kommunität sind Pfarradministratoren in Frankenwald- Kirchengemeinden und haben dort viel zu tun. Dennoch möchte er die zur Kommunität gehörenden Geistlichen zumindest zum Morgengebet und möglichst beim Mittagstisch zusammen haben.

Was macht der Rektor in seiner knapp bemessenen Freizeit? "Ein großes Hobby von mir ist das Fotografieren", sagt er und fügt hinzu, dass er ab und an auch Ruhe und Erholung im Klostergarten findet.

Zu seinem Jubiläum gefragt, sagt er seufzend, "Ach, eigentlich wollte ich daraus gar keine Feier machen. Doch wurde der Wunsch an mich herangetragen, wenigstens eine kleine Feier abzuhalten." Gastprediger wird Pater Christoph Heinemann OMI sein. Die Kollekte erbittet Pater Pieper für seinen Kurskollegen Pater Wilhelm Steckling OMI, der für die Ausbildung der Oblaten zuständig ist.

Nach dem Gottesdienst lädt Pater Werner Pieper in den Klosterinnenhof zu Bratwürsten und Bier ein.