Am Freitagmittag kreiste ein größerer Hubschrauber im Bereich zwischen Kronach und Marktrodach. Alles wirkte wie eine Polizeisuche. Die Farbe des blau-weiß lackierten, großen Hubschraubers legte den Verdacht ebenso nahe wie der langsame Tiefflug rings um den Ottenhof. Allerdings sollte sich die Vermutung als falsch erweisen.

Nach wenigen Minuten setzte die Maschine zur Landung auf dem Segelflugplatz am Kreuzberg an. Zufälligerweise war einer unserer Reporter in der Nähe und fuhr zum Hubschrauber. Mehrere Insassen verließen die Maschine. Einer kam gleich scherzend auf unseren Berichterstatter zu: "Wir sind nicht die Russen!" Wie der Mann erklärte, handelte es sich um einen Personentransport von Köln nach Prag.

Die Witterung hatte den Piloten vor Probleme gestellt. Eine Schlechtwetter-Front hatte Zweifel geweckt, ob ein Weiterflug nach Tschechien sinnvoll und überhaupt möglich wäre. Deshalb landete die Maschine vorsichtshalber in Kronach, wo man allerdings erkennen musste, dass der Flugplatz nicht permanent besetzt ist. Auskunft konnte man dort also nicht erhalten. Dennoch wollte sich die Crew über die Wetterperspektive erkundigen und anschließend über einen Weiterflug entscheiden.