In ganz Bayern suchen die Landratsämter nach geeigneten Orten, um ihre Impfzentren unterzubringen. In Bamberg wird das Foyer der Brose Arena als Impfzentrum eingerichtet, in Nürnberg kommt es aufs Messegelände.

Bis 15. Dezember, erklärt das Gesundheitsministerium auf Nachfrage des FT, sollen alle Landkreise ein Gebäude bestimmen und es "betriebsfertig" einrichten, damit die Impfungen gegen das Corona-Virus zentral organisiert werden können.

Auch der Landkreis Kronach ist auf der Suche nach einem geeigneten Ort fündig geworden. Wie Pressesprecher Alexander Löffler erklärt, wird ein ehemaliges Loewe-Gebäude künftig zum Impfzentrum umfunktioniert. Das Landratsamt hat dafür ein Gebäude der Stadt, genauer gesagt der Kronacher Stadtentwicklungs GmbH, angemietet.

Das Gebäude in der Industriestraße 11 erfülle die Auflagen, erklärt die Pressestelle des Landratsamts: "Das Gebäude erfüllt alle vom Ministerium gestellten Anforderungen in Bezug auf Größe, Ausstattung, Erreichbarkeit, Barrierefreiheit und kurzfristige Verfügbarkeit."

Kurzfristig verfügbar

Wie Johannes Meitner, Geschäftsführer der Stadtentwicklungs GmbH, erläutert, verfügt das Gebäude über eine Rampe für Rollstuhlfahrer, über 16 Räume und mehrere Nebenräume, die sich auf 863 Quadratmetern erstrecken. Seit der Loewe-Insolvenz Mitte 2019 steht das Gebäude leer und ist somit "kurzfristig verfügbar".

Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt bemüht sich in diesen Tagen ein Gebäude zu finden und dieses als Impfzentrum herzurichten. In Bayern entstehen somit 96 Impfzentren. Wann die ersten Menschen dort geimpft werden, ist allerdings noch unklar. Das wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden.