"Die göttliche Vorsehung verweigert auch denen das zum Heil Notwendige nicht, die ohne Schuld noch nicht zur ausdrücklichen Anerkennung Gottes gekommen sind, jedoch, nicht ohne die göttliche Gnade, ein rechtes Leben zu führen sich bemühen", sagte Festprediger Diakon Georg Zenk bei der Friedenswallfahrt in Neuengrün. Bereits zum 68. Mal luden die Dekanate Kronach und Teuschnitz dazu ein.
Nachdem die Wallfahrer unter den Klängen des Musikvereins Neuengrün ins Gotteshaus eingezogen waren, wurden diese von Pater Jan Poja begrüßt. Es erfolgte die Übergabe der Friedensstandarte von der Soldatenkameradschaft Friesen an Rothenkirchen.

Prozession zum Friedenskreuz

Den drei Betstunden schloss sich die Prozession zum Friedenskreuz an.

Auch die abschließende Eucharistiefeier mit mehreren Geistlichen am Dorfplatz wurde vom Musikverein Neuengrün mitgestaltet.
Organisator, Dekanatsratsvorsitzender Heinz Hausmann, dankte allen die zum Gelingen der Friedenswallfahrt mitgewirkt haben.

Zur Geschichte

Nach mündlicher Überlieferung entstand das Gnadenbild der Madonna kurz vor der Reformation. Es wird einem böhmischen Meister zugeschrieben. Ein Händler aus Nordhalben hat es von einer Reise aus Böhmen mitgebracht. In einer Truhe kam es nach Neuengrün. Am nächsten Tage stand es auf der verschlossenen Truhe und dieser Vorgang wiederholte sich trotz eifriger Bewachung. 1794 wurde die erste Kapelle für den Gottesdienst gebaut und das Gnadenbild anschließend darin aufgestellt. Ein schwerkrankes Mädchen aus Böhmen träumte, es sollte nach Neuengrün wallfahrten, es werde dort geheilt. Dies geschah dann auch tatsächlich. Das Mädchen ließ die Krücken zurück, die bis zum Umbau der Kirche dort aufbewahrt blieben.