Nachdem es am Samstag noch geregnet hatte, blieb es am Sonntag trocken, worüber sich natürlich auch die Organisatoren freuten. "Es ist einfach schön, wenn sich die Arbeit gelohnt hat", zog die Vorsitzende Barbara Wachter zum Ende der Veranstaltung Bilanz. "Wir hatten viele interessierte auswärtige Gäste, welche durchwegs von unserem Tun angetan waren", meinte sie.

Der Kreisvorsitzende der Gartenbauvereine, Peter Cembrowicz, sagte bei der offiziellen Eröffnung, dass der "Tag der offenen Gartentür" seinen Ursprung im Landkreis Kronach hat und sich mittlerweile auf ganz Oberfranken ausgedehnt habe. "Wir hatten vor fünf Jahren die grandiose Idee, dies auf einen Ort zu beschränken und haben dort mehrere Gärten zur Besichtigung angeboten", so der Kreisvorsitzende.
Dies habe sich bestens bewährt, und mit der Veranstaltung sei der gesamte Landkreis ein Aushängeschild.

In Abänderung des Sprichworts "tue Gutes und rede darüber" könnte man an solch einen Tag auch sagen "mach alles schön und zeige es her", meinte Landrat Oswald Marr in seinem kurzen Grußwort. Mit der Vielfalt an Ideen in den Gärten könne man die Herzen der Menschen erfreuen.

"Anregungen für den eigenen Garten"

"Die gesamte Frauenpower" des Gartenbauvereins habe den Ort herauspoliert, sagte Bürgermeister Josef Daum. Er dankte dem Verein auch für die Pflege der öffentlichen Anlagen während des gesamten Jahres.
Durchwegs positiv äußerten sich die Besucher über Nordhalben, die schönen Wohnbaugebiete und natürlich deren Gärten. Thomas Stumpf aus Friesen sagte, dass er von der Grundidee begeistert sei und jeder der Gärten seinen eigenen Stil habe. "Man nimmt da auch immer Anregungen für den eigenen Garten mit", erklärte Stumpf seinen Besuch. Neben den vielen leer stehenden Häusern gebe es doch sehr viel Positives in Nordhalben. Ein Beweis dafür sei der Tag der offenen Gartentür. Krönender Abschluss für ihn war das riesige Anwesen mit Schwimmteich bei der Familie Roschlau.

Manfred Fugmann aus Tüschitz war ebenfalls vom schönen Ortsbild Nordhalbens überrascht. "Man kennt das eigentlich nur als Durchfahrtsstraße, und da lässt doch einiges zu wünschen übrig. Aber die Neubaugebiete mit den verschiedenen Häusern und Gärten sind eine Augenweide." Dessen sei man sich normal gar nicht bewusst. Jedes Gebiet habe seinen eigenen Reiz, und manches Anwesen sei besonders idyllisch gelegen, betonte Fugmann. Zusammen mit seiner Frau habe er schon alle Jahre diese Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Landkreis besucht. Nordhalben stehe aber auch wegen der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen an vorderster Front. Fugmann bevorzugt die natürlicheren Gärten und wollte deshalb keinen besonders hervorheben, sagte er im Hinblick auf die unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort.