Der Fränkische Tag verloste Anfang Februar 15 Mal zwei Teilnehmerplätze für eine exklusive Betriebsführung, inklusive Blick hinter die Kulissen bei der Frankenwald-Confiserie Bauer in Lauenstein. Am Samstag war es soweit.

Unter den Gewinnern sind Wolfgang und Christel Mäusbacher aus Kronach. Seit über 30 Jahren lesen sie den Fränkischen Tag und nehmen nahezu - manchmal auch mit Erfolg - an jedem Gewinnspiel teil. "Es war höchst interessant", erzählen beide, nachdem sie ihre eigene Schokolade kreiert haben. Als Kronacher kommen sie nicht oft nach Lauenstein. Deshalb nutzten sie die Gelegenheit und besichtigten vor der Betriebsführung durch die Frankenwald-Confiserie Bauer auch gleich noch die Burg Lauenstein.

In der Pralinenmanufaktur erhalten sie einen Einblick in die Herstellung von Pralinen: Silvia Schramm und Nicole Ulbrich erklären, dass jede einzelne Praline in Handarbeit hergestellt wird.
Die Produktion beginnt mit einem Schokoladenpunkt, der gleichzeitig den Boden der späteren Praline bildet.

120 verschiedene Sorten

Die Gewinner erfahren, dass nach einer kurzen Kühlzeit flüssige Schokolade in die Form gefüllt und mittels Magneten an einer Schleudermaschine befestigt wird. Durch die Fliehkraft entsteht schließlich in circa fünf bis zehn Minuten ein Hohlkörper, der dann zur eigentlichen Pralinenherstellung bereit ist.

Silvia Schramm betont, dass während des gesamten Ablaufs auf die richtige Temperatur der Schokolade geachtet werden muss, um eine hochwertige Qualität zu erzielen. Rund 120 verschiedene Pralinensorten gibt es bei der Frankenwald-Confiserie.

Die Masse beziehungsweise Füllungen sind Geheimrezepte. Dabei werden Butter, Fondant und Schokolade geschmolzen, die Sahne gekocht und später in einem großen Kessel verrührt. Durch spezielle Zusätze wie Aromen, Essenzen und Alkohol erhält schließlich jede Praline ihren eigenen Geschmack.

Schokolade selbst beschriftet

Die Masse gelangt mit Hilfe einer Abfüllmaschine in die Pralinenschalen. Dann müssen die Pralinen mehrere Stunden ruhen, bis sich ein dünnes Häutchen gebildet hat. Mit einer Überzugmaschine, so Schramm, werden die Pralinen danach mit flüssiger, temperierter Schokolade überzogen, auf ein Gitterband gesetzt und durch den Schokoladenfluss gelassen. Vom Gitterband aus gelangen die Pralinen schließlich auf das Kühlband. Mehrere Frauen vollenden dort in mühevoller Handarbeit die kleinen Kunstwerke. Die Pralinen werden entweder filiert, gestempelt, gestreut, gepunktet, mit Nüssen oder kandierten Ananas und Orangenscheiben belegt.

Spannend wird es, als die Gewinner selbst ihre eigene Tafel Schokolade mit weißer Masse beschriften dürfen. Dabei wird deutlich, dass unter anderen eine ruhige Hand erforderlich ist.

Anschließend wird im Café ein Film über die Pralinenproduktion gezeigt. Dabei können die Teilnehmer auch die XXL-Windbeutel probieren. Nicht ohne Stolz erzählt Inhaber Robert Bauer, dass er für die Füllung eine spezielle Marmelade, nämlich eine, hergestellt aus den Mangofrüchten aus dem Tropenhaus, verwendet hat.

Die Gewinner und Abonnenten des Fränkischen Tags sind sich am Ende einig: der Besuch in Lauenstein hat sich gelohnt.