Der Kreisverband Kronach der Freien Wähler (FW) stimmte im Kreistag für den durchgängigen Ausbau der Bundesstraße 173 zwischen Lichtenfels und Kronach. Eine Meinung, welche die heimischen FW weiterhin vertreten, wie ihr Kreisvorsitzender Tino Vetter auf unsere Nachfrage bestätigt.

"Wir haben die Resolution neben der CSU im Kreistag mit eingebracht", blickt er zurück. "Wir wollen die Strecke von Kronach nach Lichtenfels in einen adäquaten Zustand versetzen, das heißt einen vierspurigen Ausbau." Lediglich bei Küps gesteht er, auf Grund der schwierigen Rahmenbedingungen zurzeit noch eine Klammer setzen zu müssen.


Gegen vierspurigen Ausbau bis Kronach

Doch nicht alle Freien Wähler jubeln über diesen Vorschlag.
Der Lichtenfelser Kreisverband hat nun laut Medienberichten klar Stellung gegen einen vierspurigen Ausbau bis Kronach bezogen und auch die Trassenführung kritisch hinterfragt. Sogar über ein mögliches neues Bürgerbegehren - das erste wurde 2009 durchgeführt - wurde bei einem Ortstermin in Hochstadt diskutiert.

Dies rief nun wiederum MdL Jürgen Baumgärtner (CSU), einen Verfechter des vierspurigen Ausbaus, auf den Plan. Er sieht die Bemühungen der Abgeordneten in Berlin und München im Kampf um den Ausbau durch eine Uneinigkeit der Freien Wähler konterkariert.

Auch hierzu bezieht Vetter Stellung: "Ich lasse es nicht stehen, dass die Freien Wähler schuld sind, wenn nicht gebaut werden sollte. Das ist mir zu billig." Der Kronacher FW-Kreisvorsitzende sieht ein Hickhack um die B 173 über Jahre hinweg, wobei auch die Regierung im Freistaat versäumt habe, früher Nägel mit Köpfen zu machen. Es gebe eben unterschiedliche Interessen in den beiden Kreisverbänden. Diese zu artikulieren, "ist Demokratie pur". Bei den FW werde man eben nicht geimpft, einer Linie folgen zu müssen.