Spurensuche in der freien Natur ist Indianer-Angelegenheit? Von wegen! In Wötzelsdorf heftete sich jetzt ein junges Detektivteam auf die Spuren der heimischen Tierwelt. Dabei warfen die Nachwuchs-Kommissare in Sachen Natur einmal einen ganz anderen Blick auf ihre Umwelt. Dass ihnen dabei kaum etwas entging, dafür sorgte der Jäger Holger Murrmann. Unter seiner Leitung marschierte der Trupp durch die Natur.

Gemeinsam erkundete man die heimische Tierwelt anhand einzelner Fußabdrücke, auch Trittsiegel genannt, welche für jede Tierart typisch sind. Der Jäger schulte dabei Augen und Spürsinn der Kinder, die sich schon bald richtig gut auskannten. Zudem lernten die kleinen Umweltfreunde auch rücksichtsvolles Verhalten in der Natur.
So erklärte Murrmann, dass es gerade zu dieser Jahreszeit besonders wichtig sei, die Wege nicht zu verlassen, um so die ohnehin schon geschwächten Tiere zu schonen und nicht auch noch in Panik zu versetzen und sie zur kräfteraubenden Flucht zu zwingen.

Gemeinsam mit dem OGV-Vorsitzenden Matthias Fischer, Jugendleiterin Silvia Fischer und den Eltern hatte man in Wötzelsdorf die Fährte aufgenommen. Und was gab es da nicht alles zu sehen? Bereits nach wenigen Metern stieß man auf eine heiße Spur. Neben den Abdrücken eines Hundes waren deutliche Rehtritte im Schnee zu erkennen. Jäger Murmann erklärte, dass die Rehe zu den sogenannten Zehenspitzengängern gehören, deren Hufe als Schalen bezeichnet werden. Durch die nach vorne geöffneten Hufe könne man am Trittbild sogar deren Laufrichtung erkennen. Kurz darauf kreuzte sogar ein Wechsel - eine "Rehautobahn" - den Weg. Die kleinen Forscher und Entdecker gingen eilig voran, um weitere Spuren zu finden. Und so erspähte man sogleich auch die Pfotenabdrücke eines Fuchses und Spuren von Hasen. Auch einige Mäuse und Amseln waren unterwegs. Zu guter Letzt stieß man noch auf mehrere Wildschweintritte und das Geläuf eines Fasanen - und das alles auf einer Strecke von nur einem knappen Kilometer, in nächster Nähe zum Dorf!

Begeistert von den vielen neuen Eindrücken, bedankten sich diese bei Murrmann mit zwei Flaschen ihrer Sonderabfüllung vom selbstgemachten "Frechen Früchtla Apfelsaft".

Das nächste Mal trifft sich die Gruppe zum Thema "Feld und Flur" voraussichtlich am 18. März. Dann heißt es "Vom Gras ins Glas und auf das Brot". Es geht um Butter und Buttermilch - und vielleicht schaut der Osterhase ja auch vorbei.

Fischbachs Frecha Früchtla

Die Jugendgruppe "Fischbachs Frecha Früchtla": war im Herbst vergangenen Jahres im Rahmen eines Jugend- und Familienfests auf der Vereinsanlage des OGV Fischbach offiziell gegründet worden - mit damals 37 Jungen und Mädchen als Gründungsmitgliedern.
Die Verantwortlichen möchten damit Kinder und Jugendliche an den Naturschutz heranführen und ihnen die heimische Umwelt spielerisch näher bringen. Dass den jungen Naturfreunden der Schutz und Erhalt ihrer Umwelt wichtig ist, hatten sie davor schon unter Beweis gestellt.
2015 hatte man sich in mehreren Veranstaltungen insbesondere intensiv mit dem Thema Bienen auseinandergesetzt und unter anderem Wildbienen-Hotels gebastelt wie auch Honig geschleudert. Weitere "Frecha Früchtla" sind willkommen.